Tagebuch Marie Becker
Hallo! Schön, dass ihr den Weg zu meinem Tagebuch gefunden habt.
Mein Name ist Marie und ich freue mich die 13. Briloner Waldfee zu sein und meine Erlebnisse mit euch hier zu teilen.
Viel Spaß beim Lesen!
Danke!
Ich darf mich ganz herzlich bei Allen bedanken, die mich in diesem Jahr begleitet und unterstützt haben. Ihr ward echt super und habt mir ein unvergessliches und tolles Jahr beschert. Ich werde es nie vergessen und bin euch wirklich unheimlich dankbar, dass ich das erleben durfte.
Viele Grüße
Marie
Baumpflanzaktion
22.03.2017
Dies sollte mein letzter Auftritt als Waldfee sein. Das machte mich echt traurig. Doch überwältigt von den zahlreichen Kindern, die sich alle unheimlich auf ihre Bäume freuten, bekam auch ich wieder gute Laune und freute mich auf die letzten Stunden als Briloner Waldfee.
Nach einigen kurzen Reden und der musikalischen Eröffnung durch den Waldkindergarten und die Briloner Jagdhornbläser ging es dann auch direkt in den Briloner Generationenwald zum Pflanzen.
Das war gar nicht so einfach. Deshalb war ich sehr glücklich darüber, dass die fleißigen Helfer der Bürgerwaldinitiative mir halfen. Ich bin sehr gespannt, ob mein Baum schön wachsen wird. In Andenken an meinen geliebten Hund nannte ich meinen Baum Balu und freue mich darauf in regelmäßig zu besuchen.
Am Ende des Auftritts musste ich dann auch leider eine kleine Träne auffangen, denn es ist sehr schade, wenn etwas so Schönes wie das Jahr als Briloner Waldfee endet.
Schuhübergabe bei Herrn Kempmann
22.03.2017
Überraschend bekam ich die Einladung von Herrn Kempmann von „mehr als Schlappen“, um mir ein Geschenk zu überreichen. Die Einladung nahm ich sehr gerne an und ging an meinem letzten Tag als Waldfee gerne zu ihm in seinen Laden. Dort wartete ein wunderschöner Waldfeenpantoffel auf mich, der perfekt zu meinem Kleid passt!
Ich habe mich riesig über dieses schöne Geschenk gefreut und trage ihn seitdem jeden Tag! Jetzt kann ich mich jeden Tag an dieses wundervolle Jahr zurückerinnern und brauche zudem auch keine kalten Füße mehr haben!
Vielen lieben Dank dafür! Ich komme immer wieder gerne zu euch!
Grüne Woche Berlin
20.01. ‒ 22.01.2017
Auf diese Reise am Ende meines Feenjahres habe ich mich nochmal besonders gefreut. Gemeinsam mit Dr. Christof Bartsch und Herrn Dr. Bub durfte ich bei der Eröffnungsfeier der Grünen Woche im Bereich Wald- und Forstwirtschaft dabei sein.
Viele nette Gespräche wurden geführt und das Essen war echt sehr lecker. Dort konnte ich auch die sächsische Waldkönigin treffen, mit der ich mich den ganzen Abend sehr nett unterhalten habe. Viele waren erstaunt darüber, dass ich beruflich nichts mit dem Wald zu tun hätte, da sie dachten, dass dies eine Grundvoraussetzung für das Amt der Waldfee sei. Zum Glück war es das nicht, denn sonst hätte ich dies alles sehr missen müssen.
Natürlich habe ich mich auch an der Wunsch-Baum-Aktion beteiligt und bin gespannt wie viele Wünsche den Wald noch erreichen. Vor einer riesigen Waldfotowand konnte man sich fotografieren lassen und die Fotos nach einer kurzen Zeit direkt mit nach Hause nehmen. Das fand ich eine besonders schöne Idee, da man damit eine schöne Erinnerung mit nach Hause bekam. Ein kurzweiliger Abend ging vorüber und jetzt weiß ich wieder eine ganze Menge mehr über unseren schönen Wald.
Besuch im Krankenhaus
23.12.2016
Einen Tag vor Heilig Abend besuchten Christof Bartsch und ich mit der Geschäftsleitung des Krankenhauses die Patienten des Maria-Hilf Krankenhauses in Brilon. Wir wollten ihnen ein schönes Weihnachtsfest wünschen, auch wenn einige Weihnachten leider im Krankenhaus verbringen müssen.
Viele waren sehr erstaunt, dass der Bürgermeister persönlich bei ihnen vorbeiging und freuten sich sehr über unseren Besuch. Es war eine sehr schöne Idee, da ich merkte wie nah es Einigen ging, dass man sie nicht vergessen hatte und sie besuchte. Auch ganz kleine Mitmenschen durften wir besuchen und in Brilon ganz herzlich willkommen heißen. Das fand ich besonders schön.
Stadtbücherei
22.12.2016
Kurz vor Weihnachten ist doch immer die schönste Zeit, um Geschichten zu lesen. Der Einladung der Stadtbibliothek bin ich sehr gerne gefolgt und habe gemeinsam mit den Kindern dort eine Weihnachtsgeschichte „Weihnachten in Bullerbü“ vorgelesen.
Danach haben mir die Kinder erklärt wo ich ganz viele Bücher über meinen schönen Wald finde und wie ich mir diese dann ausleihen kann. Ich bekam sogar einen echten Büchereiausweis!!! Danach bastelten wir noch kleine Elche, welche die Kinder dann schön zu Weihnachten verschenken konnten. Es war ein toller Nachmittag!
Waldweihnachtsmarkt an der Hiebammen Hütte
16.12. & 18.12.2016
Ein weiterer schöner Moment im Feenjahr stellte der Waldweihnachtsmarkt an der Hiebammen Hütte dar.
Als Friedel Schumacher mich fragte, ob ich Zeit hätte, beim Markt einmal vorbeizuschauen, habe ich direkt zugesagt. Auch wenn es noch nicht sehr viel geschneit hatte, war die Atmosphäre unglaublich schön. Mit Feuern und Lichtern beleuchtet, strahlte der gesamte Platz in herrlichem Glanz. Kleinen und großen Zuhörern durfte ich eine tierische Weihnachtsgeschichte erzählen und habe mit den Kindern noch das ein oder andere Weihnachtslied gesungen.
Partnerstadt Hesdin
02. ‒ 04.12.2016
Zum 50 jährigen Partnerschaftsjubiläum fuhren wir mit einer großen Delegation in Richtung Hesdin. Mit dabei waren einige Vertreter aus Rat und Verwaltung, Schülerinnen und Schüler der Marienschule sowie mein Chor die Music Factory Sauerland. Diese Mal in Doppelfunktion unterwegs, als Waldfee und als Chorleiterin, kamen wir nach 8 Stunden Busfahrt in Hesdin an.
Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, ging es auch schon direkt zum offiziellen Empfang ins Rathaus. Auch wenn ich schon mehrere Male in Hesdin war, galt es dann erstmal den richtigen Weg zu finden. So eilte ich durch die Straßen (mit Umweg) um pünktlich zu kommen. Doch die Eile war gar nicht nötig, denn ich vergaß, dass wir ja in Frankreich sind, da kommt der Bürgermeister, der zum offiziellen Empfang geladen hatte, eine halbe Stunde später als wir.
Nach der offiziellen Begrüßung ging es ins Jugendzentrum zu einem kleinen Imbiss. In der benachbarten „Salle du Manège“ probte ich bereits mit meinem Chor für den heutigen Abend. Nachdem auch wir uns gestärkt hatten, begann das Konzert. Gemeinsam mit dem gemischten Chor aus Hesdin erwartete das Publikum ein bunt gemischtes Programm in verschiedenen Sprachen wie deutsch, französisch, englisch und Latein. Auch wenn es in der Halle sehr kalt war, war es ein toller Abend.
Am nächsten Tag konnten wir an einer Stadtrundfahrt, sowie am Armbrustschießen teilnehmen. Am Nachmittag wurde dann das Stadtfest mit einem Jahrmarkt auf dem Marktplatz eröffnet. Die drei Bürgermeister, sowie die Miss 7 Vallèes und ich durften beim Rundgang viele Süßigkeiten an die Kinder verteilen und begrüßten alle Stände recht herzlich. Eine Stunde später gab es den offiziellen Festakt der Feier des Jubiläums. Ich hatte die Ehre die deutsche, sowie die französische Nationalhymne singen zu dürfen, was mich sehr freute. Nachdem alle Urkunden unterschrieben wurden, Geschenke getauscht und Fotos als Erinnerungen gemacht worden sind, ging es wieder in die Salle du Manège, wo wir einen weiteren frischen, aber sehr schönen Abend genossen haben. Die Music Factory Sauerland trat ein weiteres Mal auf und erhielt wie bereits am Abend zuvor „Standing Ovation“. Nach dem Konzert des Blasorchesters von Hesdin, begann der DJ, Musik zum Tanzen aufzulegen.
Am nächsten Morgen konnte man noch einmal über den Markt bummeln und schauen, ob man noch das ein oder andere Souvenir bekam. Danach hieß es dann Abschied nehmen und sich auf nächste Mal freuen.
Weihnachtsmarkt Brilon
01.12.2016
Gemeinsam mit unserem Bürgermeister durfte ich den Briloner Weihnachtsmarkt eröffnen.
Es gab wie jedes Jahr ein bunt gemischtes Bühnenprogramm bei dem für jeden Geschmack etwas dabei war. Ich entdeckte die vielen, wunderschön hergerichteten Stände und unterhielt mich mit vielen Kindern. Auch Radio Sauerland war vor Ort, führte ein Interview mit mir und machte für unseren schönen Weihnachtsmarkt Werbung.
Hansefest Wesel
28.10.‒30.10.2016
Ein weiteres Highlight in diesem Jahr stellte das Hansefest in Wesel dar.
Gemeinsam mit Annette Walter und Christof Bartsch machten wir uns am Freitag auf nach Wesel. Zunächst suchten wir unseren Stand auf, der auf mysteriöse Weise den Platz gewechselt hatte. Wir bepackten und hübschten ihn auf und fuhren von da aus in unser Hotel.
Wesel ist wirklich eine schöne Stadt! Fertig angezogen gingen wir dann zum Stand. Zwei Gestalten erkannte ich doch schon von Weitem: „Da isse ja unsre Waldfee!“ Graf Bernhard und das Haarmännchen waren selbstverständlich auch wieder mit dabei! Viele verteilte Luftballons später ging es dann zum gemütlichen Teil über. Schräg gegenüber unseres Hotels waren wir auf eine Fete aller westfälischen Hansestädte eingeladen. Es gab super leckeres Essen, was selbst bei mir Schnöggel keinen Wunsch offen ließ! (Schnitzel <3)
Am nächsten Morgen hieß es dann die Augenringe des letzten Abends zu überschminken und Kontakte mit anderen Menschen und Städten zu knüpfen. Am Mittag kamen Silke Becker und Kirsten Loer, sowie Michael Kahrig und Ute Hachmann zu uns. Da kam dann wieder ordentlich Leben in die Bude.
Am Abend führte ein Fackelzug mit vielen Vertretern der Hansestädte und einigen Gauklern durch die Fußgängerzone. Danach sollte ein unvergessliches Bringskonzert folgen! Wir freuten uns alle riesig und sangen alle kräftig mit. Am Ende des Konzertes durfte ich sogar noch ein Foto mit der gesamten Band machen. Fantastisch! Nach einem Absacker gingen wir dann gemeinsam zum Hotel und freuten uns auf den nächsten Tag.
Am Sonntag hieß es nochmal alles geben. Angelockt durch die vielen schönen grünen Luftballons kamen auch viele Kinder zu unserem Stand. Unseren Bürgermeister haben wir dann nachher in großer Anerkennung zum „Luftballonzuknotexperten“ benannt. Auch der befreundete Chantychor aus Herford war mit angereist und gab sein Programm zum Besten. Ich als großer Fan des Chorgesanges habe natürlich ganz kräftig applaudiert.
Am späten Nachmittag bauten wir dann wieder alles ab und dank unserer ortskundigen Annette mussten wir die Sachen auch gar nicht weit tragen. Ein wunderschönes Wochenende ging zuende, an das ich mich noch lange erinnern werde.