Tagebuch Julia Thüer
Hallo! Schön, dass ihr den Weg zu meinem Tagebuch gefunden habt.
Mein Name ist Julia und ich freue mich die 21. Briloner Waldfee zu sein und meine Erlebnisse mit euch hier zu teilen.
Viel Spaß beim Lesen!
28. bis 30.08.2026
NRW‒Tag Münster
Was für ein Wochenende! Drei Tage lang war ich als Briloner Waldfee beim NRW-Tag in
Münster unterwegs und ich glaube, so viele Menschen auf einmal habe ich wirklich selten
gesehen. Überall war Musik, irgendwo spielte immer eine Band, Kinder liefen durch die
Straßen, Fahrräder kamen von allen Seiten und trotzdem war die Stimmung einfach richtig
gut.
Aber fangen wir vorne an.
Am Freitag ging es für uns um 10.30 Uhr in Brilon los. Nach ungefähr anderthalb Stunden
waren wir in Münster und haben erst einmal unseren Stand aufgebaut. Brilon und Olsberg
waren dabei Teil eines großen gemeinsamen Zeltes mit verschiedenen Sauerländer
Regionen.
Nach einem kurzen Abstecher ins Hotel ging es für mich dann auch schon in Gewandung
zurück in die Innenstadt, und da ging das bunte Treiben des NRW-Tages auch schon los.
Es
wurde gewunken, gelächelt, fotografiert und gefragt, wer denn da als Waldfee unterwegs ist.
Am Stand angekommen, dauerte es nicht lange, bis die ersten Kinder auf mich zukamen. In
den nächsten Stunden drehte sich dann alles rund um Fotos, Autogrammkarten, Luftballons
und natürlich ganz viele Fragen. Besonders schön fand ich, wie viele Menschen Brilon
kannten. Manche kamen selbst aus dem Sauerland, andere hatten Familie oder Freunde
dort oder waren schon einmal bei uns zu Besuch.
Eine Situation ist mir dabei besonders im Kopf geblieben. Als eine Kindergruppe auf der
Bühne nebenan gerade Pause machte, kamen plötzlich immer mehr Kinder zu mir. Aus
einem Foto wurden zwei, dann fünf und irgendwann stand ich tatsächlich vor einer Schlange
von ungefähr 20 Kindern. Alle wollten Hallo sagen, ein Foto machen, eine Autogrammkarte
haben oder natürlich meinen Zauberstab sehen.
Ein Mädchen kam im Laufe des Nachmittags sogar immer wieder zu mir. Anfangs war sie
noch sehr schüchtern, aber jedes Mal wurde sie ein bisschen mutiger. Irgendwann wollte sie
ganz genau wissen, wie mein Zauberstab funktioniert und welche Zaubersprüche ich so
drauf habe. Solche Fragen gehören als Waldfee wohl einfach dazu.
Auch für ein bisschen spontane Unterhaltung war gesorgt. Eine Frau fragte mich, ob sie ein
Video von mir machen dürfe. Im Hintergrund spielte gerade eine Band und plötzlich hieß es:
„Tanz doch mal!“ Also habe ich mich ein bisschen gedreht, meinen Zauberstab
geschwungen und getanzt. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich eine begnadete
Tänzerin bin, aber die Zuschauer hatten offenbar ihren Spaß.
Noch während ich in den letzten Zügen meiner kleinen Tanzeinlage steckte, entdeckte ich
zwei bekannte Gesichter: Meine Nachbarn aus Brilon. Sie hatten mich tatsächlich noch nie
als Waldfee gesehen und ihr erstes Treffen mit mir in voller Gewandung war dann
ausgerechnet in Münster, tanzend vor der Lambertikirche. Das war schon ziemlich witzig.
Am Samstag ging es nach dem Frühstück wieder zum Stand. Dort kam ich unter anderem
mit den Leuten vom Mercatus Quartier gegenüber ins Gespräch. Sie wollten ganz genau
wissen, wer die Waldfee ist, was der Wald damit zu tun hat und warum es ausgerechnet in
Brilon eine Waldfee gibt. Aus einem kurzen Gespräch wurden dann 20 Minuten einer
schönen Unterhaltung.
Später bekam ich dann ein Angebot, das ich als Waldfee natürlich nicht ausschlagen konnte.
Es gab Eis. Und da kam natürlich nur eine Sorte in Frage: Waldmeister! Dazu gab es noch
ein Foto am Nachbarstand. Viel passender kann ein Eis für eine Waldfee eigentlich nicht
sein.
Beim Stand von Bad Sassendorf durfte ich mich anschließend durch verschiedene Salze
probieren. Besonders verrückt war ein besonderes schwarzes Salz. Dieses Salz schmeckt
tatsächlich nach Schwefel und Ei. Danach durfte ich die Salzkristalle sogar noch unter einem
Mikroskop anschauen.
Auch meine „Waldfeenmutter“ Annette schaute zwischendurch mal vorbei. Wir haben uns
kurz unterhalten und natürlich durfte ein gemeinsames Foto nicht fehlen.
Später kam auch meine Familie nach Münster und wurde kurzerhand zu meinem
persönlichen Fotografenteam. Gemeinsam zogen wir über den NRW-Tag. Eigentlich wollten
wir bis zur Blaulichtmeile, aber bei den Menschenmassen war das gar nicht so einfach. Für
ein paar Meter brauchte man schon ziemlich lange.
Wir kamen unter anderem beim Lumbricus, dem Umweltbus, vorbei. Dort werden
Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Projekten für Natur und Umwelt begeistert.
Natürlich musste ich mir das als Waldfee genauer anschauen.
Und dann trafen wir noch zwei Kiepenkerle. Mit ihnen habe ich mich richtig gerne
unterhalten. Wir sprachen über ihre Gewandung und die Kiepen, die sie auf dem Rücken
tragen. Am Ende standen wir zu dritt in Gewandung zusammen und machten jede Menge
Fotos. Die Leute um uns herum fanden das offenbar genauso lustig wie wir.
Immer wieder nutzten wir die Gelegenheiten gleich für ein paar Fotos an der Lambertikirche,
am Rathaus und am Dom und zwischendurch gab es Mittagessen beim Großen Kiepenkerl
Abends ging es für mich noch zum Aasee. Gemeinsam mit ein paar lieben Menschen aus
dem Sauerland schauten wir uns die Drohnenshow an. Auf dem Rückweg in die Innenstadt
zeigte sich dann noch einmal, wie voll Münster an diesem Wochenende war.
Menschenmassen und Fahrräder, wohin man sah. Wirklich verrückt!
Der Sonntag war dann schon ein bisschen vom Abschied geprägt. Nach dem Frühstück
bauten wir unseren Stand auf und ich war wieder unterwegs. Ich machte Fotos mit den
Sicherheitsmitarbeiterinnen, nahm bei Bad Westernkotten an einer Schätzfrage teil und traf
noch einmal Clown Georg, den ich schon am Freitag kennengelernt hatte.
Mit Jana vom Biggesee gönnte ich mir zwischendurch eine kleine Pause beim Italiener. Bei
einer leckeren Auberginenpasta konnten wir ein bisschen quatschen und verschnaufen,
bevor es zurück zum Stand ging.
Dort stand ich dann noch einmal längere Zeit direkt in unserem Brilon-Stand. Und auch das
war spannend, denn viele Besucher schauten erst einmal nur auf die Flyer und Prospekte.
Wenn ich sie dann begrüßte, sahen sie plötzlich auf und hatten eine Waldfee vor sich.
Manche waren sichtlich überrascht.
So kamen wieder viele Gespräche über Brilon und das Sauerland zustande. Über
Wanderwege, Fahrradrouten und Ausflugsziele. Über den Rothaarsteig, den
Möhnetalradweg und vieles mehr. Es wurden Flyer mitgenommen, grüne Brilon-Taschen
verteilt und natürlich wieder fleißig Autogrammkarten geschrieben.
Und immer wieder hörte ich Geschichten von Menschen mit einer Verbindung zu Brilon.
Manche waren dort geboren, andere hatten früher dort gelebt, hatten Familie oder Freunde
dort oder waren regelmäßig im Sauerland unterwegs. Besucher aus Marsberg, Meschede,
Paderborn und vielen anderen Orten waren dabei. Die Welt ist manchmal echt kleiner, als
man denkt.
Gegen 19.30 Uhr hieß es dann endgültig Stand abbauen, verabschieden und alles zurück zum
Auto schleppen. Nach einer letzten Ofenkartoffel ging es für uns zurück nach Brilon. Gegen
21:30 Uhr waren wir wieder zu Hause.
Und was bleibt von drei Tagen NRW-Tag?
Vor allem das Gefühl, dass Münster an diesem Wochenende einfach unglaublich pulsiert
hat. Die Menschen waren offen, freundlich und interessiert. Viele wollten wissen,
was man in Brilon und im Sauerland unternehmen kann und haben sich Tipps für
Wanderungen, Fahrradtouren oder den nächsten Tagesausflug mitgenommen.
Und natürlich gab es die Kinder. Leuchtende Augen, Fotos, Autogrammkarten und immer
wieder kleine Waldfee-Fans, die später noch einmal zurückkamen, um Hallo zu sagen oder
ihren Freunden die Waldfee vorzustellen.
Besonders lustig waren vier älteren Damen beim Großen Kiepenkerl. Am Samstag hatte ich
mich einmal mit ihnen unterhalten und ihnen eine Autogrammkarte dagelassen. Als ich
später wieder vorbeikam, winkten sie mir schon von Weitem zu. Sie hatten meine Karte
inzwischen gelesen und direkt noch ein paar Fragen. Später traf ich sie tatsächlich ein
drittes Mal und am Sonntag sah ich eine der Damen sogar noch einmal.
Genau solche kleinen Geschichten machen für mich ein Wochenende wie dieses aus. Man
weiß vorher nie, mit wem man ins Gespräch kommt, wer plötzlich vor einem steht oder
welche kleine Geschichte man am Ende mit nach Hause nimmt.
Drei volle, bunte und manchmal ziemlich nasse Tage als Briloner Waldfee liegen hinter mir.
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass mir Münster und der NRW-Tag noch eine ganze Weile
in Erinnerung bleiben werden.
10. bis 15.06.2026
Hansetag Stargard
Morgens ging es für mich gemeinsam mit Dominik und Michael im Bulli der BWT auf den
Weg nach Stargard in Polen. Die Fahrt verlief zum Glück ganz entspannt und ohne größere
Verzögerungen. Nach einer Pause zwischendurch kamen wir am Nachmittag gut im Hotel
an.
Nachdem wir eingecheckt hatten, machten wir uns direkt auf den Weg zum Hansemarkt.
Noch war dort alles ruhig. Die kleinen Häuschen der verschiedenen Hansestädte standen
schon bereit, aber vom großen Trubel war noch nichts zu spüren. Wir suchten unseren
Stand und begannen direkt damit, unsere mitgebrachten Sachen einzuräumen. Auch unser
Zelt daneben bauten wir schon auf.
Anschließend erkundeten wir noch ein wenig Stargard. Wir liefen am Fluss entlang,
schauten uns die Stadt an und machten es uns in einem Café gemütlich. Zu diesem
Zeitpunkt konnten wir uns noch gar nicht so recht vorstellen, dass diese eher ruhige Stadt
schon am nächsten Tag zum Treffpunkt von Hansestädten aus ganz Europa werden würde.
Vom großen Hanse-Flair war zunächst noch nicht viel zu spüren. Das sollte sich allerdings
sehr schnell ändern.
Am Donnerstag war es dann soweit: Die 46. Internationalen Hansetage in Stargard wurden
offiziell eröffnet.
Nach einem gemütlichen Frühstück blieb ich im Hotel, um mich für den Tag fertig zu
machen. Ich habe mich geschminkt, meine Haare gemacht und mein Gewand angezogen.
Danach ging es für mich zurück auf den Hansemarkt.
Am Nachmittag begann das offizielle Programm mit dem Stargard-Empfang. Dort kamen
zahlreiche Teilnehmende der Hansetage zusammen, um gemeinsam den Auftakt zu feiern.
Nach den offiziellen Grußworten gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit
musikalischen Beiträgen, einem Pianisten und einer Sängerin. Besonders interessant fand
ich auch den Film über Stargard, der uns noch einmal einen anderen Einblick in die
Geschichte und das Leben der Gastgeberstadt gab.
Anschließend wartete ein Bankett mit kleinen Häppchen und vielen guten Gesprächen auf
uns. Für mich ist genau dieser Austausch immer ein besonderer Teil der Hansetage. Man
trifft bekannte Gesichter wieder, lernt neue Menschen kennen und kommt ganz
unkompliziert miteinander ins Gespräch, ganz egal, aus welcher Stadt oder welchem Land
man kommt.
Danach ging es zur Aufstellung für die große Eröffnungsparade. Dort trafen wir auch auf die
weiteren Teilnehmenden aus Brilon, die privat oder mit dem Reisebus angereist waren.
Gemeinsam wurde noch ein Gruppenfoto gemacht, bevor sich die einzelnen Hansestädte für
den Umzug aufstellten.
Und dann ging es los.
Begleitet von Musik und Marching Bands zog der internationale Zug durch die Straßen von
Stargard. Überall standen Menschen am Straßenrand, winkten uns zu, machten Fotos und
freuten sich sichtlich über das ungewöhnliche Bild, das sich ihnen bot. Viele Menschen in
historischen Gewändern, die verschiedenen Fahnen und die Musik ließen die Stadt plötzlich
ganz anders wirken. Die Atmosphäre war unglaublich herzlich und fröhlich. Für mich war die
Eröffnungsparade deshalb auch eines der Highlights der gesamten Hansetage.
Die Parade führte uns bis zum Amphitheater, wo die Hansetage anschließend auch offiziell
eröffnet wurden. Nach den Grußworten des Bürgermeisters von Stargard und des Vormanns
der Hanse folgte ein Konzert, bei dem wir den Abend langsam ausklingen ließen.
Zum Abschluss kehrten wir gemeinsam mit einem Teil der Briloner Gruppe noch in einem
Brauhaus ein. Bei leckerem Essen und Getränken gab es noch einmal Gelegenheit, den
ereignisreichen Tag Revue passieren zu lassen.
In den nächsten Tagen verbrachte ich viel Zeit auf dem Hansemarkt und hatte dort die
Gelegenheit, viele bekannte und neue Gesichter zu treffen. Als Waldfee war ich natürlich
schnell ein kleiner Hingucker. Viele Kinder und Erwachsene wollten wissen, wer die Waldfee
eigentlich ist, Fotos machen oder eine meiner Autogrammkarten mitnehmen. Besonders
witzig fand ich, wie viele Menschen mich allein an meinem großen Waldfeenhut erkannt
haben. Teilweise haben mich Leute angesprochen, die ich selbst noch nie zuvor getroffen
hatte, die mich aber von vergangenen Hansetagen oder aus dem Zusammenhang mit der
Waldfee kannten. So fühlte es sich manchmal tatsächlich ein bisschen so an, als würde man
alte Freunde treffen, obwohl man sich eigentlich noch gar nicht persönlich kannte.
Was mir auch noch lange in Erinnerung bleiben wird ist, dass die Westfälische Hanse ein
Quiz veranstaltete, in dem gefragt wurde, die wievielte Waldfee Brilon eigentlich nach
Stargard geschickt hatte. So kam es immer wieder vor, dass Menschen zu mir kamen und
unbedingt wissen wollten, ob ich tatsächlich die 21. Waldfee bin.
Zwischendurch blieb natürlich auch Zeit, über den Hansemarkt zu schlendern. Ich schaute
mir die Stände der anderen Städte an, probierte verschiedene Angebote aus und kam mit
vielen Menschen ins Gespräch. Mit Graf Bernhard aus Lippstadt, der dort als Ritter
unterwegs war, drehte ich sogar einige Runden gemeinsam über den Markt. Zwei Gestalten
in voller Gewandung nebeneinander waren natürlich ein tolles Fotomotiv und sorgten bei
vielen Besuchern für ein Schmunzeln.
Überhaupt waren es die vielen kleinen Begegnungen, die diese Tage für mich so besonders
gemacht haben. An jeder Ecke entstanden Gespräche, spontane Fotos und neue
Bekanntschaften. Bei der Hansestadt Lüneburg durfte ich sogar das Salzsieden
ausprobieren. An verschiedenen Ständen gab es liebevoll gestaltete Fotoecken, und immer
wieder blieb man einfach stehen, unterhielt sich und lernte Menschen aus ganz
unterschiedlichen Städten und Ländern kennen.
Auch die verschiedenen Empfänge gehörten zu den Hansetagen dazu. Beim
Lübeck-Empfang kamen wieder viele Menschen zusammen, es gab ein Buffet, Musik und
natürlich jede Menge Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch einige
Mitglieder der Youth Hansa waren dabei und wir nutzten die Gelegenheit für ein
gemeinsames Gruppenfoto.
Ein weiteres Highlight war die Hanseparty, zu der Stargard eingeladen hatte. Gemeinsam
ging es mit dem Bus zur Party, wo uns ein Buffet und Musik erwarteten. Es wurde getanzt,
gelacht und viel miteinander geredet. Dort verbrachte ich einige Zeit mit Freunden aus
Lettland und einigen Leuten der Youth Hansa. Nach den vielen Stunden auf dem
Hansemarkt war es schön, den Abend einmal ganz entspannt miteinander zu verbringen.
Und dann war plötzlich schon Sonntag!
Noch einmal ging es über den Hansemarkt, bevor langsam der Abschied näher rückte.
Vorher gehörte natürlich auch ein bisschen Wetterchaos zu den Hansetagen. Am
Nachmittag zog plötzlich ein gewaltiger Regenschauer auf. Innerhalb kürzester Zeit suchten
eigentlich alle Besucher irgendwo Schutz. Kurz zuvor hatte ich noch mit einer Gruppe aus
Soest einen traditionellen Kreistanz getanzt. Wenige Augenblicke später rannten wir
gemeinsam mit vielen anderen über den Hansemarkt, um irgendwo trocken
unterzukommen.
Schließlich landete ich mit einigen anderen unter unserem Zelt und wartete den Regen ab.
Auch wenn wir zeitweise ziemlich nass wurden, konnte uns das die Stimmung nicht
verderben.
Am Nachmittag stand die große Abschlussparade auf dem Programm. Nach dem vielen
Regen hofften natürlich alle, dass das Wetter diesmal mitspielen würde. Zu Beginn mussten
wir zwar noch unsere Regenschirme aufspannen, aber zum Glück blieb es danach
größtenteils trocken.
Gemeinsam mit den anderen Hansestädten zogen wir ein letztes Mal durch die Straßen von
Stargard. Wieder begleiteten uns Musik und viele Menschen am Straßenrand. Auf dem
Marktplatz endete der Umzug schließlich mit einer Abschlussveranstaltung und der
Übergabe der Hanseflagge an Braunschweig, wo die nächsten Internationalen Hansetage
stattfinden werden.
Damit ging eine ereignisreiche Zeit in Stargard langsam zu Ende.
Am Abend ließen wir die Hansetage noch ganz entspannt ausklingen. Gemeinsam schauten
wir das Fußballspiel Deutschland gegen Curaçao und freuten uns über den 7:1-Sieg.
Danach ging es relativ früh ins Bett, denn am nächsten Morgen wartete bereits die
Heimfahrt.
Nach einem letzten Frühstück im Hotel packten wir unsere Sachen und machten uns auf
den Weg zurück nach Brilon. Stand und Zelt hatten wir bereits am Vorabend abgebaut und
verstaut, sodass wir ganz entspannt starten konnten. Die Rückfahrt war ruhig, vermutlich
waren wir alle ein bisschen müde von den vergangenen Tagen. Gleichzeitig ließen wir die
vielen Erlebnisse noch einmal aufleben.
Es waren vier ereignisreiche Tage mit vielen schönen Begegnungen und Erlebnissen. Ich bin
froh, dass ich als Waldfee dabei sein und Brilon in Stargard vertreten durfte.
09.05.2026
Oldtimer‒Rundfahrt beim Autohaus Witteler
Am Nachmittag wurde ich von Sabine abgeholt, die kurzfristig für meine eigentliche
Begleitung eingesprungen war. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Autohaus
Witteler, wo bereits zahlreiche Oldtimer auf dem Gelände standen.
Kaum waren wir angekommen und über den Hof gelaufen, wurde ich schon von vielen
Menschen entdeckt und freundlich begrüßt. Ein besonderes Highlight wartete direkt bei
einem Feuerwehr-Oldtimer auf mich. Der Moderator fragte mich, ob ich nicht Lust hätte,
einmal mit der Drehleiter nach oben zu fahren. Natürlich konnte ich da nicht Nein sagen! Mit
meinem Kleid in den Korb zu klettern, war zwar gar nicht so einfach, aber schließlich ging es
30 Meter nach oben. Von dort hatte ich eine tolle Aussicht über das gesamte Gelände.
Allerdings war es ziemlich windig, sodass ich meinen Hut lieber die ganze Zeit gut festhielt.
Wieder unten angekommen, wurde ich direkt vom Moderator interviewt. Das kurze Gespräch
wurde über die Lautsprecher auf dem Gelände übertragen und sorgte für zusätzliche
Stimmung.
Anschließend blieb noch viel Zeit für Fotos mit den Besucherinnen und
Besuchern, und natürlich zum Verteilen meiner Autogrammkarten.
Zwischendurch schlenderten wir immer wieder zwischen den vielen Oldtimern über das
Gelände. Dabei zeigten uns die stolzen Besitzer ihre Fahrzeuge und fragten mich immer
wieder, ob ich nicht ein Foto mit ihrem Oldtimer machen möchte. Das fand ich besonders
witzig, denn normalerweise möchten die Menschen ein Foto mit mir machen. Hier ging es
teilweise gar nicht darum, selbst mit auf dem Bild zu sein, ihnen war einfach wichtig, dass
ihre schönen Oldtimer zusammen mit der Waldfee fotografiert wurden.
Später stand der offizielle Teil der Veranstaltung an. Gemeinsam mit den Betreibern des
Autohauses und dem Moderator durfte ich die Pokale an die Gewinnerinnen und Gewinner
der verschiedenen Kategorien überreichen. Nach jeder Ehrung gab es natürlich ein Foto für
die Presse, einen Händedruck und herzliche Glückwünsche.
Nach dem offiziellen Teil ließen wir den Nachmittag noch bei einem gemeinsamen Getränk
ausklingen. Anschließend machten wir uns langsam wieder auf den Heimweg.
Es war ein schöner und abwechslungsreicher Nachmittag mit vielen netten Begegnungen,
tollen Oldtimern und jeder Menge guter Stimmung.
08.05.2026
Ein Vormittag in der Franziskusschule
Heute durfte ich einen ganz besonderen Vormittag in der Franziskusschule in Brilon
verbringen. Eine Klasse hatte mich eingeladen und natürlich habe ich mich sehr darüber
gefreut. Morgens wurde ich herzlich von den Lehrern am Eingang begrüßt und gemeinsam
gingen wir in den Klassenraum der Vorstufe.
Als die Kinder mich sahen, war die Aufregung riesengroß. Viele haben ganz begeistert
geschaut, wollten mein Kleid und meinen Zauberstab anfassen und konnten kaum glauben,
dass die Waldfee wirklich zu Besuch gekommen ist.
Wir setzten uns gemeinsam in einen Stuhlkreis und die Kinder durften mir ganz viele Fragen
stellen. Es wurde viel gelacht, gestaunt und erzählt. Auch die Lehrer hatten einige Fragen an
mich und es entstand eine richtig schöne, gemütliche Atmosphäre.
Anschließend habe ich den Kindern das Buch „Lumi, der kleine Waldgeist“ vorgelesen.
Während der Geschichte wurden passende Bilder an die Tafel projiziert und die Kinder
durften immer wieder mitmachen. Gemeinsam machten wir Bewegungen wie Lumi und ich
stellte zwischendurch kleine Fragen zur Geschichte, damit alle mit einbezogen wurden. Das
hat den Kindern sichtlich viel Freude gemacht.
Nach der Geschichte gingen wir gemeinsam auf den Schulhof. Dort machten wir vor einem
schönen grünen Hintergrund Erinnerungsfotos. Jedes Kind durfte einzeln ein Foto mit mir
machen. Diese sollen später für Muttertagskarten verwendet werden. Während die anderen
warteten, konnten sie ein passendes Waldfee-Ausmalbild gestalten. Auch das kam richtig
gut an und die Kinder waren mit viel Freude dabei.
Besonders schön war es, die unterschiedlichen Reaktionen der Kinder zu erleben. Manche
kamen direkt freudestrahlend auf mich zugelaufen, andere beobachteten mich erst vorsichtig
aus der Ferne und tauten später langsam auf. Genau diese kleinen Momente machen
solche Besuche für mich immer ganz besonders.
Danach durfte ich gemeinsam mit der Vorstufe einmal durch die Schule laufen. Die Kinder
zeigten mir stolz ihre Schule und wir besuchten jede Klasse. Dort begrüßte ich alle
Schülerinnen und Schülern und verteilte einige Autogrammkarten.
Zum Abschluss gingen wir noch einmal zurück in den Klassenraum und setzten uns
gemeinsam in den Stuhlkreis. Dort überraschte mich die Klasse sogar noch mit einem
wundervollen selbstgemachten Geschenk. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut!
Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Es war ein wunderschöner Vormittag
voller strahlender Kinderaugen, lieben Gespräche und ganz besonderer Begegnungen.
Vielen Dank an die Franziskus-Schule Brilon für die Einladung und diesen zauberhaften Tag.
26.04.2026
Hansefest Warburg ‒ Tag 2
Der zweite Tag auf dem Hansefest begann ganz gemütlich mit dem Frühstück im Hotel.
Gemeinsam mit unseren Freunden aus Salzwedel saßen wir morgens zusammen und
starteten entspannt in den Tag. Besonders schön war, dass Tina aus Salzwedel Geburtstag
hatte. Deshalb gab es direkt morgens schon Torte und natürlich wurde viel gratuliert. Das
sorgte direkt für gute Stimmung und einen richtig schönen Start in den Morgen.
Nach dem Frühstück lief ich über den Marktplatz Richtung Briloner Stand. Schon auf dem
Weg dorthin zog das Kleid wieder viele Blicke auf sich. Auf dem Mittelaltermarkt wurde ich
sogar direkt von einer Gruppe aus Eslohe angesprochen, die mich einlud, mich kurz zu
ihnen zu setzen. Wir unterhielten uns eine ganze Weile und machten ein paar lustige Fotos
zusammen. Die Gruppe war extra wegen des Mittelalter- und Hansemarkts angereist und
erzählte, dass sie sogar schon einmal in Brilon gewesen waren.
Danach ging es weiter zu unserem Stand. Dort winkte ich unterwegs immer wieder Kindern
zu, die sich riesig freuten, die Waldfee zu sehen. Am Stand selbst verteilte ich dann
Luftballons und Autogrammkarten, machte Fotos mit Besuchern und führte viele Gespräche.
Im Vergleich zum ersten Tag war noch einmal deutlich mehr los. Viele Menschen
interessierten sich für Wanderwege und Fahrradrouten rund um Brilon und suchten Tipps für
Ausflüge in der Region.
Zwischendurch drehte ich immer wieder kleine Runden über den Mittelaltermarkt.
Am frühen
Nachmittag holte ich mir dort schließlich etwas zu essen und probierte zum ersten Mal in
meinem Leben Spanferkel. Das wollte ich tatsächlich schon lange einmal probieren, und auf
dem Mittelaltermarkt bot sich dafür die perfekte Gelegenheit. Die Atmosphäre dabei war
einfach besonders. Überall saßen Menschen zusammen, unterhielten sich, lachten und
genossen das Fest. Im Hintergrund spielte wieder die Mittelalterband mit Dudelsäcken und
Schlagzeug, die die ganze Zeit über für Stimmung sorgte.
Das Schönste war aber fast, dass ich eigentlich nie lange allein blieb. Immer wieder boten
mir Menschen an, mich zu ihnen zu setzen, und so entstanden viele spontane Gespräche mit ganz unterschiedlichen Leuten. Genau solche Begegnungen machen mir besonders viel
Spaß.
Den restlichen Nachmittag verbrachte ich wieder am Stand, bis wir gegen 17.30 Uhr
langsam anfingen abzubauen. Nach und nach wurden die letzten Sachen verstaut und wir
verabschiedeten uns von unseren hanseatischen Nachbarn.
Als schließlich alles eingepackt war, machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach
Brilon. Während der Fahrt ließen wir das gesamte Hansefest noch einmal Revue passieren
und waren uns schnell einig, dass es ein wirklich schönes Wochenende gewesen war, mit
vielen besonderen Eindrücken, tollen Gesprächen und unglaublich netten Begegnungen.
Damit ging ein rundum gelungenes Hansefest-Wochenende für mich zu Ende.
25.04.2026
Hansefest Warburg – Tag 1
Früh am Morgen ging es gemeinsam mit Dominik und dem vollgepackten Bulli Richtung Warburg. Die Fahrt war entspannt, das Wetter spielte mit und die Landschaft unterwegs war wirklich schön. Gegen halb neun kamen wir in Warburg an und machten uns direkt daran, unseren Stand in der Fußgängerzone einzurichten. Nachdem wir alles ausgeladen und dekoriert hatten, blieb sogar noch etwas Zeit zum Durchatmen. Ich habe mir beim Bäcker ein Erdbeertörtchen und einen Kakao gegönnt und kurz die ruhige Stimmung am Morgen genossen, bevor der Trubel des Tages begann. Zurück am Stand wurde es dann direkt spannend. Ich zog mein Kleid an, und kurz darauf kamen auch schon die ersten neugierigen Besucher vorbei. So wurden schon früh die ersten Fotos gemacht und Autogrammkarten verteilt und der Tag begann direkt mit vielen netten Begegnungen. Im Laufe des Vormittags füllte sich die Stadt immer mehr. Ich stand vor unserem Häuschen, sprach mit Besuchern über die Waldfee und gab interessierten Besuchern Tipps rund ums Wandern und Radfahren in Brilon und Umgebung. Später bin ich eine Runde über den Mittelaltermarkt gelaufen. Überall duftete es nach Essen, im Hintergrund spielte ein Dudelsack und die Stimmung war einfach richtig schön. Die Menschen waren gut gelaunt und die Kinder freuten sich jedes Mal riesig, wenn sie die Waldfee entdeckten. Wieder zurück am Stand lernte ich unsere Nachbarn aus Nieheim kennen. Darunter auch „Nico“, ein riesiges Käseherz als Laufkostüm. Gemeinsam mit dem Käseherz, lief ich über den Markt. Auch mit den Leuten aus Salzwedel verstanden wir uns sofort super. Wir haben zusammen Baumkuchen gegessen, viel gelacht und uns ausgetauscht. Die Stimmung zwischen den verschiedenen Städten war einfach total herzlich. Ein weiteres Highlight war meine Runde mit Elfe Holli aus Höxter. Unsere Kostüme passten perfekt zusammen und wir waren definitiv ein Hingucker auf dem Fest. Gemeinsam liefen wir über den Hansemarkt, verteilten Autogrammkarten und machten Fotos mit den Besuchern. Besonders lustig wurde es, als plötzlich vier Ziegen mit ins Bild sollten, die allerdings lieber miteinander spielten, als ruhig stehen zu bleiben. Am Nachmittag wurde es etwas ruhiger. Ich habe noch viele nette Gespräche geführt, Besucher aus Brilon getroffen und später meine Sachen ins Hotel gebracht, wo ich mich kurz ausruhen und die ersten Fotos sortieren konnte. Abends trafen wir uns dann noch mit unseren Freunden von unseren Nachbarständen aus Salzwedel und Bad Iburg. Gemeinsam gingen wir in ein wirklich gemütliches Restaurant und hatten alle ordentlich Hunger nach diesem langen Tag. Das Essen war richtig lecker und wir saßen dort in sehr entspannter Atmosphäre zusammen. Als kleine Überraschung brachten die Salzwedeler sogar noch Baumkuchen als Nachtisch mit, den wir gemeinsam teilten. Selbst die Kellnerin probierte ein Stück und fand es total witzig, dass wir unseren Nachtisch einfach selbst dabei hatten. Nach gut zwei Stunden machten wir uns wieder auf den Rückweg durch die Altstadt.
Früh am Morgen ging es gemeinsam mit Dominik und dem vollgepackten Bulli Richtung Warburg. Die Fahrt war entspannt, das Wetter spielte mit und die Landschaft unterwegs war wirklich schön. Gegen halb neun kamen wir in Warburg an und machten uns direkt daran, unseren Stand in der Fußgängerzone einzurichten. Nachdem wir alles ausgeladen und dekoriert hatten, blieb sogar noch etwas Zeit zum Durchatmen. Ich habe mir beim Bäcker ein Erdbeertörtchen und einen Kakao gegönnt und kurz die ruhige Stimmung am Morgen genossen, bevor der Trubel des Tages begann. Zurück am Stand wurde es dann direkt spannend. Ich zog mein Kleid an, und kurz darauf kamen auch schon die ersten neugierigen Besucher vorbei. So wurden schon früh die ersten Fotos gemacht und Autogrammkarten verteilt und der Tag begann direkt mit vielen netten Begegnungen. Im Laufe des Vormittags füllte sich die Stadt immer mehr. Ich stand vor unserem Häuschen, sprach mit Besuchern über die Waldfee und gab interessierten Besuchern Tipps rund ums Wandern und Radfahren in Brilon und Umgebung. Später bin ich eine Runde über den Mittelaltermarkt gelaufen. Überall duftete es nach Essen, im Hintergrund spielte ein Dudelsack und die Stimmung war einfach richtig schön. Die Menschen waren gut gelaunt und die Kinder freuten sich jedes Mal riesig, wenn sie die Waldfee entdeckten. Wieder zurück am Stand lernte ich unsere Nachbarn aus Nieheim kennen. Darunter auch „Nico“, ein riesiges Käseherz als Laufkostüm. Gemeinsam mit dem Käseherz, lief ich über den Markt. Auch mit den Leuten aus Salzwedel verstanden wir uns sofort super. Wir haben zusammen Baumkuchen gegessen, viel gelacht und uns ausgetauscht. Die Stimmung zwischen den verschiedenen Städten war einfach total herzlich. Ein weiteres Highlight war meine Runde mit Elfe Holli aus Höxter. Unsere Kostüme passten perfekt zusammen und wir waren definitiv ein Hingucker auf dem Fest. Gemeinsam liefen wir über den Hansemarkt, verteilten Autogrammkarten und machten Fotos mit den Besuchern. Besonders lustig wurde es, als plötzlich vier Ziegen mit ins Bild sollten, die allerdings lieber miteinander spielten, als ruhig stehen zu bleiben. Am Nachmittag wurde es etwas ruhiger. Ich habe noch viele nette Gespräche geführt, Besucher aus Brilon getroffen und später meine Sachen ins Hotel gebracht, wo ich mich kurz ausruhen und die ersten Fotos sortieren konnte. Abends trafen wir uns dann noch mit unseren Freunden von unseren Nachbarständen aus Salzwedel und Bad Iburg. Gemeinsam gingen wir in ein wirklich gemütliches Restaurant und hatten alle ordentlich Hunger nach diesem langen Tag. Das Essen war richtig lecker und wir saßen dort in sehr entspannter Atmosphäre zusammen. Als kleine Überraschung brachten die Salzwedeler sogar noch Baumkuchen als Nachtisch mit, den wir gemeinsam teilten. Selbst die Kellnerin probierte ein Stück und fand es total witzig, dass wir unseren Nachtisch einfach selbst dabei hatten. Nach gut zwei Stunden machten wir uns wieder auf den Rückweg durch die Altstadt.
Beim
Hinweg war es noch hell gewesen und wir hatten unterwegs schon einige schöne Fotos
gemacht. Später bei Nacht wirkte Warburg nochmal ganz anders. So ruhig, gemütlich und
wunderschön beleuchtet. Wir liefen vorbei an der Stadtmauer und den vielen
Fachwerkhäusern und konnten die Atmosphäre der Stadt noch einmal ganz in Ruhe
genießen.
Der erste Tag des Hansefestes endete und ich sah dem zweiten Tag freudig entgegen.
19.04.2026 ‒
Brilon blüht auf
Der Tag begann für mich noch ganz ruhig, bevor es am Vormittag zum Friseur ging. Dort
wurde ich von Sandra gestylt und auf meinen großen Moment vorbereitet. Anschließend
ging es weiter zur BWT, wo ich mich zunächst im Hintergrund aufhielt und die letzten
Stunden vor dem Amtsantritt gemeinsam mit Annette und dem „Team-Waldfee“ verbrachte.
Trotz der Vorfreude blieb genug Zeit, um kurz durchzuatmen.
Nach und nach trafen auch die ehemaligen Waldfeen ein und die Stimmung wurde immer
lebendiger. Es war schön, einige bekannte Gesichter wiederzusehen und neue
kennenzulernen. Während draußen bereits das Programm lief, wurde es für mich langsam
ernst.
Der Weg zur Bühne war dann ein ganz besonderer Moment. Der Himmel zog sich immer
weiter zu und genau in dem Augenblick, als ich oben ankam, setzte starker Regen ein. Das
hat die Situation irgendwie noch intensiver gemacht und dem Moment eine ganz eigene
Stimmung gegeben. Ich wurde offiziell zur Waldfee ernannt, bekam den Feenstab überreicht
und richtete ein paar Worte an die versammelten Briloner*innen und Besucher*innen.
In diesem Moment wurde mir noch einmal besonders bewusst, wie viel es mir bedeutet, hier
zu stehen, als Brilonerin und nun auch als Waldfee. Gerade weil ich in den letzten Jahren
viel unterwegs war, ist meine Heimat für mich immer ein ganz besonderer Ort geblieben.
Umso schöner ist es, unsere Stadt jetzt mit Freude und einem kleinen Hauch Zauber
vertreten zu dürfen.
Im Anschluss daran ging es direkt weiter mit einem Rundgang durch die Stadt. Gemeinsam
mit dem Bürgermeister und einigen Begleitern besuchte ich zahlreiche Geschäfte, wurde
vorgestellt und kam mit vielen Menschen ins Gespräch. Es waren viele schöne
Begegnungen dabei, mit ganz unterschiedlichen Menschen, die diesen Teil des Tages
besonders gemacht haben.
Am Abend kehrte langsam etwas Ruhe ein, und wir ließen den Tag gemeinsam Revue
passieren. Später klang der Abend im Kreis meiner Familie ganz entspannt aus.
Rückblickend war es ein intensiver, aufregender und rundum gelungener Tag, den ich so
schnell nicht vergessen werde. Ich freue mich sehr auf das kommende Jahr als Waldfee und
auf all die Erlebnisse, die noch vor mir liegen.
19.04.2026
Ein Anfang
Wenn ich jetzt auf die letzten Wochen zurückblicke, ist in kurzer Zeit viel passiert.
Und trotzdem ist es erst der Anfang. Meine Zeit als Waldfee beginnt jetzt erst richtig.
08.04. 2026
Das Fotoshooting
Vor dem Fotoshooting ging es zunächst zum Friseur. Dort wurde ich von Sandra gestylt und habe auch zum ersten Mal das komplette Outfit getragen.
Bis dahin kannte ich das Kleid zwar schon, aber oft war noch etwas abgesteckt oder nicht ganz fertig. In diesem Moment war alles komplett. Das Kleid saß, der Hut hat gepasst, die Haare waren gemacht und ich war geschminkt. Es war das erste Mal, dass ich mich wirklich als Waldfee gesehen habe.
Der Weg vom Friseur ins Auto war dann überraschend aufregend. Damit ich nicht gesehen werde, musste alles schnell gehen. Ich habe einen Schirm vor das Gesicht gehalten und wir haben geschaut, dass gerade niemand in der Nähe ist. Dann ging es zügig ins Auto.
Zusammen mit Annette und der Fotografin Sabrinity ging es in den Wald. Dort haben wir nach passenden Stellen für die Fotos gesucht. Meistens sind die beiden ein Stück vorausgegangen und haben geschaut, ob sich ein Spot eignet.
Dabei ging es auch mal über Wurzeln und zwischen Bäumen hindurch, bis wir einen passenden Ort gefunden hatten. In der Nähe war ein kleiner Forstweg, ansonsten einfach nur Wald.
Später sind wir noch zu einem zweiten Spot gefahren, um etwas Abwechslung in die Bilder zu bekommen. Mit der Zeit sind dabei einige tolle Fotos für Autogrammkarten, Social Media und die Website entstanden.
20.03.2026
Das Kleid
Ab da ging alles ziemlich schnell.
Ein ganz besonderer Teil dieser ersten Zeit war natürlich das neue Kleid.
In diesem Jahr wurde es neu angefertigt, was es noch einmal zu etwas ganz Besonderem macht. Ich selbst bin erst bei den Anproben richtig eingebunden gewesen, aber dabei wurde schnell klar, wie viel Arbeit dahintersteckt.
Für die Anproben sind wir zweimal nach Attendorn gefahren. Beim ersten Termin ging es vor allem darum, die letzten Stoffe auszuwählen, das Kleid anzuprobieren, Details abzustimmen und es auf mich anzupassen. Dafür haben wir uns mehrere Stunden Zeit genommen.
Beim zweiten Termin wurde das Kleid noch ein letztes Mal angepasst, damit am Ende wirklich alles perfekt sitzt. Danach durften wir es mit nach Brilon nehmen. Ab diesem Moment wurde alles noch einmal ein Stück greifbarer.
13.02.2026
Der Anruf
Nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, wurde ich zu einem Gespräch bei der BWT eingeladen.
Dort saßen wir in einer kleinen Runde zusammen und haben alles besprochen, was rund um die Rolle als Waldfee wichtig ist. Es war ein offenes und angenehmes Gespräch, bei dem man sich einfach gegenseitig kennenlernen konnte.
Ein paar Tage später kam dann die Entscheidung, und zwar in einem ganz alltäglichen Moment. Ich war in der Stadt unterwegs und auf dem Rückweg nach Hause, als mein Handy klingelte.
Es war Annette von der BWT. Sie fragte mich, ob ich die 21. Briloner Waldfee werden möchte. Ich habe sofort zugesagt.
Erst danach habe ich wirklich realisiert, was das bedeutet.
23.12.2025
Ein Gedanke, der immer da war
Alles begann mit einem Aufruf auf Instagram: Die Stadt suchte eine neue Waldfee.
Der Gedanke kam für mich nicht ganz aus dem Nichts. Schon als kleines Mädchen fand ich die Waldfee immer beeindruckend. In der dritten Klasse habe ich mich sogar einmal zu Karneval als Waldfee verkleidet.
Auch später ist mir die Waldfee immer wieder begegnet, vor allem durch meine Zeit im Youth Hansa Team. Bei den Hansetagen habe ich die bisherigen Waldfeen oft erlebt und gesehen, wie präsent diese Rolle für die Stadt ist.
Umso besonderer war es, den Aufruf zur neuen Briloner Waldfee plötzlich aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. Auf einmal stand die Frage im Raum, ob aus diesem Gedanken mehr werden könnte.
Ich habe ein paar Tage darüber nachgedacht. Am Ende war die Entscheidung dann doch ziemlich klar: Warum eigentlich nicht?
Also habe ich mich beworben.