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Pressespiegel 2009

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Brilon sucht eine neue Fee

Eine Karriere wie im Märchen Brilon sucht eine neue Fee WP
Von Jürgen Hendrichs
„Heute soll ja ein Orkan kommen. Ich hoffe, Dir passiert nix.” Das schrieb am 18. Januar 2007 um 14.37 Uhr Lisa, 7 Jahre jung, der Briloner Waldfee ins Internet-Gästebuch.

Nun, die Waldfee kam ungeschoren davon, der Briloner Stadtwald nicht. Auf rund 1000 Hektar Fläche knickte Kyrill den Baumbestand. Gleichwohl hat Brilon seinen Rang als waldreichste Stadt Deutschland behalten. Nadine Hüssen (23) ist Brilons aktuelle Waldfee.

Nadine Hüssen (23) ist Brilons aktuelle Waldfee. Foto: Sonja Köhler Rund 7700 Hektar ausgewiesener Waldfläche befinden sich in kommunalem Besitz. Für die Touristiker und Lokalpolitiker der alten Hansestadt im Hochsauerland zu Beginn des neuen Jahrtausends Anlass, ihrer „Stadt des Waldes” auch ein Gesicht zu geben. Als Geburtshelfer dabei: die Briloner Redaktion der WESTFALENPOST. Was für Soest die Bördekönigin, ist seit 2004 für Brilon die Waldfee.

Als Symbolfigur ist die Briloner Waldfee ehrenamtliche Botschafterin ihrer Heimatstadt. Denn aus Brilon stammen muss die Trägerin des grünen Feen-Gewandes natürlich. Im Lauf ihrer jeweils einjährigen Amtszeit kommen rund 20 offizielle Repräsentationstermine auf die Waldfeen zu.

Die Eröffnung von Stadtfest und Kirmes gehören dazu, aber auch die Teilnahme an Messe-Auftritten von Brilon Touristik und internationalen Veranstaltungen im Zeichen der Städtepartnerschaft und der Hanse. Protokollarischer Höhepunkt in diesem Jahr ist zweifellos die Fahrt nach Weliki-Nowgorod zu den Int. Hansetagen im Juni.

Manche Feen bringen es zu Fernseh-Ehren, wie Waldfee Nr. 4, die in Bernd Stelters „NRW-Duell” charmant und schlau bis ins Finale schlüpfte. Aktuelle Waldfee ist Nadine Hüssen, 23 Jahre junge Erzieherin im „Waldwichtel-Kindergarten” in - na wo wohl? - Brilon Wald. Eine derart geballte Nähe zum Wald ist allerdings reiner Zufall und keine Voraussetzung zur Bewerbung um das Ehrenamt. Welche Eigenschaften muss eine Waldfee aber besitzen? Nadine Hüssen: „Humor, sie sollte offen für Neues sein und keine Angst habe, vor vielen Menschen zu reden.”

Denn im Gegensatz zu ihren Schwestern in den Mythen steht die Briloner Waldfee mitten im Leben.

 

Westfalenpost / Zeitgeschehen / 02.01.2009

 



Humor und Offenheit - das braucht eine echte Waldfee

Brilon sucht neue Repräsentantin

Brilon. Die Tickets und die Unterkunft sind bereits gebucht. Die Briloner Delegation, die im Juni zum Internationalen Hansetag nach Nowgorod fährt, steht fest. Bis auf eine Person. Noch offen ist, wer als 6. Briloner Waldfee die Stadt des Waldes in Russland vertritt. Sie vielleicht? Bis Mitte Januar läuft die Bewerbungsfrist für die Symbolfigur der waldreichsten Stadt Deutschlands. Töchter der Stadt - natürlich einschließlich der Ortsteile - im Alter von etwa 20 bis 30 Jahren können das Amt übernehmen. Was alles auf die Repräsentantin der Stadt des Waldes zukommt, lässt sich am besten auf der Homepage der Waldfee www.briloner-waldfee.de nachlesen. Dort hat Nadine Hüssen, die amtierende Waldfee, ihr Jahr im Feentagebuch so anschaulich festgehalten.

Und dort gibt es auch sonst jede Menge rund um die Symbolfigur zu stöbern. „Schade, dass es bald vorbei ist”, verdrückt die 23-Jährige aus Hoppecke, von Beruf Erzieherin im Waldwichtel-Kindergarten in Brilon Wald eine kleine Träne. Sie hat - wie ihre Vorgängerinnen - jede Menge erlebt und neue Menschen kennengelernt. In Brilon, den Partnerstädten Buckow und Heusden-Zolder und auch bei den Hanse-Terminen.

TV-Moderator Cantz zum Beispiel, den sie bei einer großen Firmen-Benefit-Aktion im Briloner Bürgerwald traf. Oder die Symbolfiguren aus der näheren Umgebung, das Jägerken und die Bördekönigin aus Soest oder Graf Bernhard aus Lippstadt, die immer für einen Spaß zu haben sind.

Rund 20 offizielle Termine gibt es in einem Waldfeen-Jahr. Das beginnt traditionell mit der Vorstellung der neuen Symbolfigur anlässlich des Aktionstages „Brilon blüht auf” am Sonntag vor Ostern. In diesem Jahr fand die Feen-Präsentation erstmals unterm Rathausbogen statt - vor sicher rund 2000 Menschen auf dem Marktplatz. Höhepunkt im nächsten Feen-Jahr ist natürlich die Fahrt nach Nowgorod, einer der ältesten Städte Russlands, rund 170 Kilometer südöstlich von St. Petersburg gelegen.

Ein Besucher dieser Metropole steht abseits der Hanse-Verpflichtungen natürlich auch auf dem Programm. Die Hansetage finden vom 18. bis 21. Juni statt - genau in der Zeit der legendären „weißen Nächte”, jenen Tagen, in denen die Sonne in der Region um den 60. Breitengrad herum nachts nur kurz versinkt. 2004 und 2005, bei den Hansetagen in Turku (Finnland) und Tartu (Estland), haben die Briloner Waldfeen dies schon einmal miterleben dürfen.

Fragen wir Nadine Hüssen nach dem Wesen einer Waldfee. Welche Eigenschaften sollte sie mitbringen? „Humor, Offenheit und keine Angst, vor vielen Menschen aufzutreten und zu reden.” Und was hat ihr das Feen-Jahr persönlich gegeben? „Ganz, ganz viel für das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl.” Nadine Hüssen: „Ich kann das jedem Mädchen nur empfehlen.”

 

Westfalenpost / Lokalausgabe Brilon / 02.01.2009

 



Elena Diel bezaubert als neue Briloner Waldfee

Brilon. Das streng gehütete Geheimnis wurde gestern endlich gelüftet. Elena Diel heißt die neue Briloner Waldfee. Traditionell wurde die 22-Jährige bei „Brilon blüht auf” vor dem Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt.

Da durften der künftigen Repräsentantin Brilons schon einmal die Hände zittern. „Ich bin ganz aufgeregt”, gab sie vor ihrem großen Auftritt zu.

Der Marktplatz war voll, als Bürgermeister Franz Schrewe vor das Publikum trat, um Nadine Hüssen als fünfte Waldfee zu verabschieden. Tränen standen ihr in den Augen, als sie den Feenstab abgab und sich zu den vier Vorgängerinnen gesellte. Nicht ohne sich zuvor besonders bei den Kindern zu bedanken, „durch deren Glanz in den Augen die Waldfee erst lebendig wird”.

Das war nicht zu übersehen. Als Elena Diel, kaufmännische Angestellte bei Oventrop, den Feenstab erhalten hatte, konnte es die kleine Zoe kaum erwarten, ein Autogramm zu bekommen. „Ich habe von allen Waldfeen eins”, strahlte Zoe.

Und auch der Bürgermeister war stolz auf die in Brilon lebende neue Waldfee. „Sie ist das beste Beispiel für gelungene Integration”, sagte er. Denn Elenas Wurzeln liegen in Kasachstan. Seit zehn Jahren fühlt sie sich in der Stadt des Waldes heimisch. „Und nun bin ich Waldfee - das ist der Wahnsinn.” Und wenn sie bei den Hansetagen in Nowgorod ist, hat sie einen großen Vorteil: Sie spricht russisch.

Doch bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit. Erstmal genoss die Waldfee ein Bad in der Menge. Sie bahnte sich den Weg durch die Innenstadt; natürlich nicht, ohne das Waldfeen-Brot der Bäckerei Liese zu testen, den silbernen Waldfeen-Anhänger der Goldschmiedin Barbara Weber zu bewundern und hier und da ein Autogramm zu geben.

Interessenten gab es genug, denn Brilons Frühlingsauftakt war „sensationell”, wie Christian Leisse, Vorsitzender des Gewerbevereins, betonte. „Die Besucherzahlen haben die von 2008 getoppt.” Und das, obwohl vier Städte im Umland auch mit verkaufsoffenen Tagen lockten. „Brilon blüht auf hat sich etabliA?ert”, freute sich Leisse.

 

Westfalenpost / Lokalausgabe Brilon / 06.04.2009

 



Waldfee zergeht auf der Zunge

Eissorte nach Repräsentantin der Stadt Brilon benannt

Brilon. Die Briloner Waldfee hat nun auch ein Eis, das ihren Namen trägt. Nun kann man sich die Repräsentationsfigur der Stadt wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Es hat Waldmeisteraroma und ist garniert mit kristallisierten Früchten. „Das symbolisiert den Natur-Charakter”, sagt Claudia Longo vom Eiscafé Venezia, das die neue Sorte komponiert hat. Die süße grüne Erfrischung mit ihren prickelnden Früchten kann man schlicht im Hörnchen schlecken oder als Fruchtbecher arrangieren lassen. Waldfee Elena Diel gehörte zu den ersten, die das neue Eis probierten. Die Waldfee geht in ein paar Tagen auf große Fahrt. Sie steht im Mittelpunkt der Briloner Delegation, die ab 18. Juni an den Internationalen Hansetagen in Nowgorod teilnimmt.

 

Westfalenpost / Lokalausgabe Brilon / 06.06.2009

 



Briloner Waldfee mit Delegation in Nowgorod

Brilon/Nowgorod. (hjh) „Elena war wohl die am meisten fotografierte Frau der ganzen Hansetage!” Bürgermeister Franz Schrewe leuchtet die Begeisterung noch aus den Augen, wenn er ans vergangene Wochenende zurückdenkt.

Der Briloner Stand bei den Internationalen Hansetagen in Nowgorod war immer dicht umlagert.

In erster Linie natürlich von den ganz normalen Hansetags-Flaneuren. Aber auch drei regionale Fernsehteams nahmen die Symbolfigur der Hansestadt aus dem Sauerland auf. „Das war ganz schön anstrengend. Ich hatte kaum Zeit, mal etwas zu essen”, erzählt Elena Diel.

Die 22-Jährige ist die sechste Briloner Waldfee. Als Kind siedelte sie mit ihrer Familie aus Kasachstan nach Brilon. Ihre Sprachkenntnisse kamen ihr nun natürlich zugute.

„Schon während der Aufbauarbeiten kriegte ein Kamerateam mit, dass Elena Russisch spricht. Die Reporter waren natürlich hin und weg. Das kam schon vor der Eröffnung der Hansetage ins Fernsehen. Das war natürlich beste Werbung für uns”, freut sich Dominik Andreas, Mitarbeiter der Brilon Wirtschaft und Tourismus (BWT), über die Propaganda. Gemeinsam mit Tourismus-Direktor Rüdiger Strenger und Bürgermeister Schrewe war er - neben der Waldfee - beim Treffen der 83 Hansestädte aus 14 Nationen dabei.

Der Hansetag fand zum ersten Mal auf russischem Boden statt. Die Neugier war deshalb natürlich gewaltig. „Hätten wir jedem, der an unserem Stand ein Prospekt haben wollte, auch eins gegeben, wäre nach drei Stunden alles weg gewesen,” berichtet Dominik Andreas.

Blickfang am Stand war natürlich die Waldfee in ihrem grünen Outfit. „Ähnliche Aufmerksamkeit zog wohl nur noch Graf Bernhard aus Lippstadt auf sich”, erinnert sich Bürgermeister Schrewe.

Von Brilon selbst hatte noch keiner der Besucher etwas gehört. Nach dem Besuc h wussten viele das Sauerland aber wenigstens grob einzuordnen: ein Stück südlich von Bielefeld, der Partnerstadt Nowgorods.

Am meisten von dem Hansetags-Programm hat die Waldfee die opulente mitternächtliche Eröffnungsshow „Musik von Licht und Wasser” am Ufer des Wolchow-Flusses begeistert. Elena Diel: „Das alles hätte ich sonst wohl nie erlebt. Ich bin stolz, dabei gewesen sein zu dürfen.”

Nächstes Jahr geht es wieder hoch zur Region der Weißen Mittsommernächte. Der nächste Hansetag findet in Estland statt, im Seebad Päru. Und dann sind es nur noch 10 Jahre, bis Brilon Gastgeber der Internationalen Hanse ist. 2020 rückt unaufhaltsam näher.

In Nowgorod festgelegt wurde übrigens die Ausrichtung des Hansetages im Jahr 2036. Der findet in Warburg statt.

 

Westfalenpost / Lokalausgabe Brilon / 26.06.2009

 












 
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