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Pressespiegel 2010

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Wer möchte Botschafterin der Stadt des Waldes werden?

Brilon. Paul Rötz. Was in den Ländern der Reben die Weinköniginnen sind, im Siegerland die freundlichen Dilldappen als lustige Haubergsgeister, in Olpe der Pannenklöpper und in Attendorn der Nachtwächter, das ist für die Waldstadt Brilon die Waldfee. In ihr Kostüm schlüpft jedes Jahr aufs Neue eine junge Dame. Palmsonntag, anlässlich des Aktionstages "Brilon blüht auf" wird Elena Diels Nachfolgerin vorgestellt. Es lag auf der Hand, dass vor sieben Jahren mit der Waldfee eine Figur geschaffen wurde, um in authentischer Art und Weise auf die Stadt mit Europas größtem Kommunalwald aufmerksam zu machen. Im In- und Ausland soll die Waldfee Brilon repräsentieren.

Mittlerweile hat sie ein kunstvolles Feenkostüm, das nicht an das „Blätterkleid” der ersten Stunde erinnert. Damals hatte eine Hamburger Designerin auf solch ein forestisches Exterieur gesetz, das eher an eine knorrige Eiche erinnerte als an eine zarte Sagengestalt. Mit dem jetzigen Outfit, das aus einer Schneiderstube in Attendorn kommt, wird jedoch jede junge Dame, die es trägt, zur wirklichen Fee.

Kostüm
Sonja Köhler von der Briloner Wirtschaft und Tourismus (BWT) sitzt an maßgeblicher Stelle mit im Arbeitskreis Waldfee, wenn es darum geht, aus den hoffentlich vielen Bewerbungen die richtige auszusuchen. Auch der Lokalchef der Briloner WESTFALENPOST, Jürgen Hendrichs, gehört mit zu jenen, die die Waldfee vor Jahren aus der Taufe hoben und wird deswegen beim Casting dabei sein wie auch Mitglieder des Rates. Sie alle haben ein Wort bei der Wahl der Waldfee mitzureden. Es sollen sich vor allem junge Damen aus Brilon melden, die noch keine Kinder haben. Einerseits soll damit die Feenwirkung der Figur unterstrichen werden, andererseits muss die Waldfee abkömmlich sein und im Jahr bei rund 15 Veranstaltungen im Kostüm ihren Auftritt leisten. Sonja Köhler: „Sie muss nicht Maße 91-60-89 von Gisele Bündchen oder Claudia Schiffer haben. Aber ins Feenkostüm zwischen 38 und höchstens 44 sollte sie reinpassen.”

Köhler weist auf die zeitliche Flexibilität hin, die für die Aufgaben der Waldfee unabdinglich ist. Auftritte zu den vorgegebenen Terminen und Reisen müssen von ihr sichergestellt sein. Sollte es trotzdem mal zu einem zeitlichen Engpass kommen, so springen laut Sonja Köhler die ehemaligen Waldfeen ein. Oft dauern die Auftritte nur eine halbe Stunde, manchmal etwas länger.

Tolle Begegnungen
Elena Diel, noch amtierende Waldfee, hat es nie bereut.
Im Gespräch mit der WP sagte die aus Kasachstan stammende Industriekauffrau: „Erst habe ich überlegt. Jetzt bin ich froh, dass ich es gemacht habe. Vielen netten Menschen bin ich begegnet und habe mit 23 Jahren gelernt, was ein offizieller Auftritt verlangt. Nie vergesse ich ein Mädchen in Wesel, das sich an mich drängte und auf Flämisch fragte, wo denn meine Flügel sind. Feen hätten doch Flügel.

Unvergesslich auch die Reise ins sibirische Nowgorod und das Kochen mit dem WDR.” Vom 24. bis 27. Juni, also über Schützenfest, wird dieses Jahr die Waldfee zusammen mit einer Briloner Delegation bei den Internationalen Hansetagen in Pärnu in Estland auflaufen. Fahrt, Unterkunft, eigentlich alles, was dazu gehört, ist für die Waldfee natürlich kostenlos. Köhler: „Es ist ein Ehrenamt, Kosten entstehen jedoch nicht.” Außerdem ist die Waldfee nie allein, sondern immer in Begleitung.

Bewerbung bis 23. Januar
Das maßgeschneiderte historische Kleid wird immer auf die Figur der neuen Waldfee angepasst. Das ist vor allem Maria Morgenroth aus Altenbüren zu verdanken, die hier als Gewandmeisterin ganz vorn im Tross um die sagenumwobene Waldfee steht.

Der Arbeitskreis freut sich also auf großes Interesse und macht Mut. Ab sofort können Bewerbungen mit Foto übers I-Net info@brilon-waldfee.de abgegeben werden. Anmeldeschluss ist der 23. Januar.

 

Westfalenpost / Lokalausgabe Brilon / 09.01.2010

 













 
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