 | Unser
Geschichts-Wettbewerb Februar / März 2005!
Geschichten rund um die Briloner Waldfee! |
Traum
oder Wirklichkeit von Sanja Stuhldreher (10 Jahre) aus Brilon
Eines kalten Wintertages saß ich vor meinen Hausaufgaben und döste
vor mich hin. Die Lösung wollte mir einfach nicht einfallen, denn in Mathe
war ich nicht gerade die Beste. Plötzlich kam mir eine Idee! Ich raste zum
Telefon und wählte die Nummer meiner Freundin. "Hallo
Alyssa!" fing ich vorsichtig an. "Hättest du Lust mit mir ein Referat
über den Borberg, den Wald und die Tiere dort zu halten?" Zuerst war
nur ein "Mmm" zu hören. Kurz darauf antwortet sie: "Na ja!
Okay! Eine gute Idee, unserer Note wird es nicht schaden. Punkt 15.00 Uhr an unseren
Treffpunkt." Mit diesen Worten legte sie den Hörer auf. Pünktlich
um 15.00 Uhr stand ich gestiefelt und gespornt mit Stift und Papier und einer
Taschenlampe in der Hose an unserem Treffpunkt Es schneite leise vor sich hin.
Kurze Zeit später kam dann auch Alyssa angelaufen. Nun konnte es endlich
losgehen. Es schneite immer heftiger. Tapfer kämpften wir uns durch den Schnee. Es
wurde schon dämmerig als wir am Ziel waren. Aus dem Schneegestöber wurde
ein richtiger Schneesturm. Es war bitterlich kalt, wir waren müde und durchgefroren.
"Weißt du wo wir hier sind? Man kann überhaupt nichts sehen!"
rief ich besorgt. Der
Wind pfiff immer fester. "Nein Sanja, ich kann auch nichts mehr erkennen."
stotterte Alyssa ängstlich. Langsam bekamen wir es mit der Angst zu tun.
Wir fassten uns an die Hände und gingen vorsichtig weiter. "Davorn ist
die Borbergskapelle, Alyssa!" rief ich aufgeregt. "Lass uns dort Schutz
suchen!" Schnell
liefen wir hin, aber plötzlich ging es abwärts. Laut schreiend rutschen
wir einen langen düsteren Tunnel hinunter und landeten auf weichem Boden.
"Wo sind wir hier?" flüsterte Alyssa erschöpft. Ich weiß
nicht, aber es schneit nicht und warm ist es auch." erwiderte ich leise.
Aber es war dunkel, nur der Schein der Taschenlampe begleitete uns durch den dunklen
feuchten Tunnel. Plötzlich sahen wir ein Licht. "Mensch Alyssa guck
mal - siehst du das auch oder träume ich etwa?" rief ich völlig
begeistert. Zwei Rehe standen vor einem schmalen Eingang. Ein paar Meter weiter
saßen zwei kleine Häschen und spielten miteinander. Ein leises Bienensummen
und Vogelgezwitscher war zu hören. Vorsichtig ging ich mit Alyssa in die
Richtung des Lichts. Nach
einigen Metern erblickten wir einen großen, hell erleuchteten Raum. "Nanu,"
hörten wir eine freundliche Stimme hinter uns sagen. "wer seit denn
ihr und wie habt ihr mein unterirdisches Waldfeeland entdeckt?" Wir waren
wie gelähmt. Ich packte mich ans Herz ging Schritt für Schritt auf die
seltsame Gestalt zu. "Wir sind Alyssa und Sanja. Wir haben uns verlaufen,
plötzlich ging es abwärts und dann waren wir hier." stotterte ich.
"Und wer bist Du?" "Wer ich bin? Das fragt ihr noch! Ich bin die
Waldfee und passe auf, dass unserem schönen Wald und den vielen Tieren nichts
geschieht." Uns
blieb vor Staunen der Mund offen - weit offen stehen. Die Waldfee sah wunderschön
aus. Sie hatte ein langes Kleid aus Moos an. Überall waren Efeuranken und
Blätter in verschiedenen Farben darauf zu sehen. In ihrem Haar saßen
kleine Nester mit Vögeln. Viele Schmetterlinge umkreisten sie. In ihrer Nähe
leuchtete alles in einem hellen Grün. Ein kleiner schwarzer Vogel saß
auf ihrer Schulter. "Möchtet
ihr frisches reines Quellwasser und ein Stück Honigkuchen mit roten Beeren?"
fragte sie uns freundlich. Jetzt merkten wir erst wie hungrig wir waren und ließen
es uns schmecken. "Hier könnte ich fast wohnen bleiben, es ist so schön
warm und ruhig bei den vielen Tieren, Pflanzen, Blumen und Sträuchern. Es
ist einfach natürlich schön!" rief ich voller Begeisterung. Die
Waldfee erzählte uns vieles über den Wald und seine Mitbewohner. Plötzlich
fiel mir ein, dass unsere Eltern uns sicher schon suchen würden. "Wir
müssen sofort nach Hause, sonst bekommen wir richtig Ärger!" rief
ich entsetzt. "Aber wir wissen den Heimweg nicht mehr." sagte Alyssa
leise. " Habt keine Angst, mein kleiner Freund "Spatz" wird euch
den Weg zeigen. Aber einen Gefallen müsst ihr mir noch tun. Helft mit, die
Wälder und die Tiere und alles was dazu gehört zu schützen."
sagte sie mit einer hellen Stimme. Das versprachen wir. Mit diesen Worten ging
die Waldfee in ihr gemütliches Haus. Der kleine "Spatz"
flog vor uns her und völlig erschöpft, aber auch erleichtert kamen wir
zuhause an. Es hatte uns noch keiner vermisst. Es war auch noch gar nicht dunkel.
Wir schauten uns verblüfft an. War alles nur ein Traum? Da sahen wir, wie
uns "Spatz" mit seinem Flügel zuwinkte. Es war doch kein Traum!
Aber wie ist das alles geschehen? Das
wird wohl immer ein Geheimnis der Waldfee bleiben. | |
Der
Zauberstab von Alina van Hoek (9 Jahre) aus Madfeld Die
Briloner Waldfee ging mit ihrem Zauberstab spazieren. Mit dem Zauberstab machte
sie die Blumen schöner und die Bäume größer. Alle Tiere im
Wald wollten einen Rat von ihr. Irgendwann hatte sie ihren Zauberstab
verloren. Alle zusammen überlegten. Dann hatten sie eine Idee. Es
sollten alle suchen. Sie suchten und suchten und suchten und dann haben sie ihn
endlich gefunden. Er war die ganze Zeit in einem Biberbau. Als die Briloner
Waldfee ihn aufheben wollte, sah sie den Förster. Für sie war der Förster
wunderschön. Nach einer langen, langen Zeit haben sie geheiratet und haben
alle Waldbewohner eingeladen. Bald haben sie wunderschöne Kinder gekriegt.
Sie blieben zusammen, bis sie starben. | |
Die
Waldfee von Julia Tilli (7 Jahre) aus Brilon Es
war an einem wunderschönen Sommertag, da ging ein kleines Mädchen durch
den Briloner Wald. Es bewunderte die schönen Blumen und merkte nicht, dass
es zu weit vom Weg abkam. Doch als es sich umschaute, wusste es nicht
mehr, wo es war. Das Mädchen hatte sich verirrt. Nun war guter Rat
teuer. Es setzte sich auf einen Baumstamm und fing an zu weinen. Das Weinen hörte
die Waldfee, die sofort zu dem Kind ging. Sie frage: "Warum weinst du denn?
Es ist doch so schön hier im Wald." "Ich habe mich aber verlaufen,
ich weiß den Weg nach Hause nicht mehr", schluchzte die Kleine.
Da brachte die Waldfee das kleine Mädchen sofort nach Hause. Die Mutter
wartete schon vor der Haustür und umarmte ihr Kind. Die Waldfee ging glücklich
wieder in den Wald. | |
Lena,
die Waldfee und der verlorene Schuh von Laura Linnenweber (9 Jahre) aus
Madfeld Es
war einmal ein kleines Haus mitten im tiefen Wald, da lebte die Waldfee Lena.
Sie trug eine grüne Bluse und einen dunkelblauen Rock. In ihrem roten Haar
funkelte eine perlenbesetzte Krone. Sie hatte auch einen Zauberstab mit einem
grünen Diamanten drin. Eines Tages flog sie über den ganzen
Wald, um nachzusehen, ob alles in Ordnung war. Dabei kam sie auch an dem Schloss
des Grauens vorbei. Vor diesem Schloss hatte jeder Angst. Man erzählte, dass
dort merkwürdige Dinge passierten. Während des Fluges verlor
sie ihren Schuh. Die Waldfee bemerkte dies aber erst, als sie wieder zu Hause
ankam. Sie grübelte: "Wo ist denn bloß mein Schuh hingekommen?
Ich muss ihn verloren haben. Der Schuh ist doch etwas Besonderes, da ich ihn von
meiner Großmutter geschenkt bekommen habe." Sie hatte den
ganzen Wald noch einmal abgesucht, aber nichts gefunden. Wütend sagte sie:
"Wo kann denn dieser Schuh bloß sein?" Plötzlich hatte sie
eine Idee. Sie hatte ganz vergessen, dass sie ja den Zauberstab besitzt. Lena
kramte ihn heraus und sprach: "Abrakadabra, Simsalabim, zeig mir meinen Schuh
geschwind!" In dem Diamanten des Zauberstabes sah sie das Schloss des Grauens.
Inzwischen war es dunkel geworden. Lena flog voller Angst durch den
Wald. Nach ein paar Minuten erreichte sie das Schloss des Grauens. Mit zitternden
Knien öffnete sie das Tor und ging in den Garten. Auf einmal huschte ein
Schatten an ihr vorbei. Lena erschreckte sich sehr und versteckte sich hinter
einem Busch. Der Schatten kam ihr hinterher. Sie hatte Herzklopfen und dachte:
" Oh Gott, oh Gott, was mach ich nur?" Plötzlich sprach
eine Stimme zu ihr: "Du brauchst keine Angst zu haben. Ich bin nur der Prinz
von Schloss Sternchen. Wonach suchst du?" Die Waldfee Lana stammelte: "
Ich, ich suche nach meinem Schuh. Kannst du mich zu ihm führen?" Der
Prinz flüsterte: "Ja, ich kann ihn dir zeigen. Er liegt nämlich
genau vor deiner Nase." Die Waldfee war glücklich und bedankte
sich tausendmal bei dem Prinzen. Als Dankeschön lud sie ihn zum Essen in
ihr Haus ein. Der Prinz kam. Er hatte sich in die Waldfee verliebt und fragte
sie: "Willst du meine Frau werden?" Lena antwortete: "Als Fee kann
ich dich leider nicht heiraten, aber wir können für immer Freunde bleiben."
So lebten sie glücklich und zufrieden, bis ans Ende ihrer Tage.
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Die
Waldfee von Maike Rudolf (9 Jahre) aus Madfeld Vor
langer Zeit lebte in einem kleinen Dorf im Sauerland ein hübscher Bursche
namens Hans. Alle Mädchen wollten ihn heiraten. Der Hans war nett
und freundlich, doch das Heiraten wollte er sich noch überlegen. Schließlich
verließ er für längere Zeit das Dorf. Aber eines Tages kam er
mit einem unbekannten Mädchen zurück, das ein blaues Kleidchen trug
und bezaubernd schön war. Er heiratete die schöne Frau, die etwas Geheimnisvolles
ausstrahlte. Niemand wusste, woher sie stammte und Hans sagte auch nichts darüber.
Im Dorf meinte man, dass die Frau eine Vila, eine gute Waldfee sei. Hans
habe ihr versprochen ihre Herkunft geheim zuhalten, sie nie Vila zu rufen und
sie auch nie aufzufordern, zu tanzen oder zu singen, sonst sei es mit beider Glück
vorbei. Sie waren sehr glücklich und bekamen zwei Kinder.
An manchen Tagen ging die Frau allein in den Wald und kam erst nach Stunden wieder.
Hans machte ihr keinen Vorwurf daraus. Als Hans von seiner Reise zurückkam,
freute er sich sosehr seine Frau zu sehen und rief seiner lächelnden Frau
zu: " Oh, sing doch und tanz, liebe Vila, wie damals auf der Waldwiese."
Da wurde die Frau traurig und sang und tanzte. Mit einem Mal erinnerte sich
Hans an das Versprechen und versuchte sie am Tanzen und Singen zu hindern. Aber
es war zu spät. Die Frau weinte und stöhnte: " Hans, Hans, warum
hast du das getan? Nun ist es aus mit unserem Glück!" Wie ein
Nebelhauch verschwand sie. Hans blieb mit den Kindern allein. An nebligen Tagen
meinte Hans, Vila am Fenster zu sehen. Aber wenn er sie anfassen wollte, war es
nur der Nebel, der ihm das Bild vorgetäuscht hatte. |
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Der
Osterhase und die Waldfee von Stefanie Tilli (10 Jahre) aus Brilon
Im Briloner Wald, da ist was los! Der Osterhase hat sich beim Weitsprungwettbewerb
die rechte Hasenpfote gebrochen. Er hat zwar gegen 20 Konkurrenten gewonnen, mit
einer Weite von 3,20 Metern, aber das Bein ist beim letzten Gewinnersatz gebrochen.
Wie sollte er nun seine Ostereier anmalen und verstecken? Die armen Kinder
können doch nicht auf ihre Eier verzichten, nur weil der Osterhase nicht
hüpfen kann. Ob die Waldfee einspringt? Der Osterhase war sich nicht
sicher, ob die Waldfee auch Eier verteilen kann, denn die müssen ja überall
versteckt werden. Während er weiter grübelte, kam die Waldfee an seinem
Osterhaus vorbei. "Hallo lieber Osterhase, was hast du denn mit
deinem Bein gemacht? Du müsstest doch längst Ostereier malen!"
"Ach, liebe Waldfee", klagte der Osterhase, "ich wünschte,
ich könnte jetzt Ostereier anmalen. Doch leider ist mein Bein gebrochen und
ich kann nicht hüpfen." Die Waldfee überlegte nicht lange und
hatte eine supertolle Idee: "Ich springe für dich ein und male die Eier
an und verteile sie bei den lieben Kinder." "Hurra!",
schrie der Osterhase, "mein Problem ist gelöst. Dort hinten im Osterhaus
sind die Eier, Farben und Pinsel. Ich sage dir genau, was du machen musst."
Die Waldfee malte und malte, bis alle Eier bunt waren. Dann setzte sie sich
die Kippe vom Osterhasen auf den Rücken und ging los, die Eier zu verstecken.
Der Osterhase war froh und wenn die Eier dieses Jahr besonders grün
sind, dann habt ihr, lieben Kinder, bestimmt ein Ei von der Waldfee erwischt,
die grüne Eier besonders liebt. | |
Die
Waldfee und die Eichhörnchenkinder von Alina Görmann (7 Jahre)
aus Brilon-Wald An einem frühen Morgen spazierte die kleine Fee
durch den Wald. Dann hörte die kleine Fee ein leises "Hilfe, Hilfe!".
Dann ging sie dem Hilferuf nach. Dann fand sie drei Eichhörnchenkinder,
die ganz ängstlich waren. Die dachten, ihre Mutter hatte sich verlaufen und
dann kam noch der Wolf. Dann waren sie noch ängstlicher und die
kleine Fee wusste nicht, was sie machen sollte. Dann hat die kleine Fee
doch noch eine Idee. Sie rief alle Waldbewohner zu sich und sagte den Waldbewohnern,
sie sollten ihre Mutter suchen. Dann hatten die Waldbewohner ihre Mutter
doch noch gefunden. | |
Mein
Erlebnis im Wald von Benedikt Hoppe (10 Jahre) aus Brilon An
einem verschneiten Wintertag hatte ich Langeweile. Ich zog mir meinen dicken Schneeanzug
an in ging in den Wald. Im tiefen Schnee sah ich viele Spuren von Wildtieren.
Ich entdeckte eine Spur von einem Fuchs. Diese interessierte mich ganz besonders.
Ich beschloss die Fährte des Fuchses aufzunehmen. Immer tiefer führte
die Spur des Tieres in den Wald hinein. Ich lief immer hinterher, aber den Fuchs
sah ich nicht. Mittlerweile war es dämmerig geworden, aber mir fiel
das gar nicht auf. Ich wollte den Bau des Tieres finden. Endlich hatte ich
die Höhle gefunden. Ich schlich mich heran, aber der Fuchs hatte sich in
seinem Bau verkrochen. Ich wartete, dass er sich zeigte. Aber nichts
tat sich. Ich beschloss nach Hause zu laufen und an einem anderen Tag erneut mein
Glück zu versuchen. Mittlerweile war es so dunkel geworden, dass ich nicht
mehr wusste, wo ich war. Ich versuchte meinen Fußspuren vom Hinweg zu folgen,
aber ich konnte sie kaum noch erkennen. Mir wurde kalt, ich hatte Hunger und ich
wusste nicht mehr weiter. Plötzlich sah ich zwischen den Bäumen
ein helles Licht leuchten. Eine wunderschöne Frau trat aus dem Wald hervor.
Sie sagte zu mir: " Was machst du noch hier? Hast du dich verlaufen?"
Ich antwortete: "Mir ist kalt und ich weiß meinen Heimweg nicht
mehr." Sie sprach zu mir: "Ich helfe dir. Ich bin die Waldfee in diesem
Wald. Ich kenne alle Wege und weiß, wie du nach Hause kommst. Vertrau mir!"
Sie nahm mich bei der Hand und führte mich aus dem dunklen Wald hinaus. Zu
Hause angekommen, wollte ich mich bei ihr für die Hilfe bedanken, aber als
ich mich nach ihr umdrehte, war sie verschwunden. Ich war seitdem einige
Male wieder im Wald, um die Waldfee zu sehen, aber ich habe sie nie wieder getroffen.
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Die
Briloner Waldfee und ihre Umgebung von Lukas Lahme (9 Jahre) aus Brilon
Die Briloner Waldfee lebt in einem der vielen Wäldern Brilons. Manche
kennen die Waldfee vielleicht noch nicht. Sie ist sehr klein und trägt einen
grünen Mantel aus Blättern und bewohnt eine kleine Höhle in einem
großen Wald abseits aller Wege. Wenn jemand ihr Versteck entdeckt
und betritt steht er in einem kleinen Raum, der bestückt ist mit einer steinernen
Truhe, einer Kerze und je einer Tür zur Rechten und zur Linken.
Hinter der rechten Tür befindet sich das Schlafzimmer der kleinen Waldfee.
Dort liegt ein, aus weichen Moosen, Gräsern und Blättern gepolstertes
Schlaflager. Dem gegenüber steht ein alter, halb ausgehöhlter und mit
Wasser gefüllter Baumstumpf, den die Waldfee als Waschbecken benutzt. Hinter
der linken Zimmertür verbirgt sich eine steinerne Kochstelle, ein Tisch und
zwei winzige Stühle, denn manchmal bekommt die kleine Fee Besuch.
Wer besucht wohl die Waldfee? Ab und zu schauen andere kleine Feenfreunde und
Freundinnen vorbei. So ist die Briloner Waldfee nicht immer allein.
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Im
Schneesturm verirrt von Markus Götte (9 Jahre) aus Brilon
In der Nähe der Stadt Brilon liegt der Borberg, der mit vielen Tannen und
Laubbäumen bewachsen ist. Auf dem Borberg stand früher eine große
Burg, auf der König August 2. Burgherr war. Vor fast 1000 Jahren
soll sich hier folgendes Ereignis zugetragen haben: Eines Tages brach
Ritter Otto von der Burg Osterwitz auf, um seinen Schwager, König August,
zu besuchen. Nachdem er bereits mehrere Tage mit seinem Ross unterwegs war, geriet
er in den Briloner Wäldern, am Fuß des Borbergs, in einen heftigen
Schneesturm, der nicht aufhörte. Sein Pferd war total erschöpft und
weigerte sich weiter zu reiten. So musste sich Ritter Otto mit seinem
Pferd zu Fuß durch den tiefen Schnee kämpfen. Nun hatte er auch noch
den Weg und die Richtung verloren und irrte umher. Er hatte schon keine Hoffnung
mehr, als er einige Meter weiter ein kleines Licht entdeckte. Woher das
Licht kam, fragte er sich. Otto versuchte das Licht zu finden und gelangte zu
einer kleinen Holzhütte, der heutigen Hiebämmer Hütte in der Hillebringse.
Mit letzter Kraft klopfte er an und war sehr erstaunt, als ihm eine junge hübsche
Frau die Tür aufmachte. Ohne zu wissen, wer er war, ließ sie
ihn hinein, kochte eine heiße Suppe und bereitete ihm ein Nachtlager am
Feuer. Otto bedankte sich bei der Frau und fragte sie nach ihrem Namen. Sie antwortete:
"Ich heiße Adelheid und wohne hier draußen im Wald. Ich bin eine
Fee und habe schon oft geholfen, wenn sich jemand verlaufen hat."
Schon früh am nächsten Morgen brach Otto auf, um zur Burg auf dem Borberg
zu reiten. Ritter Otto erzählte sofort dem König August von der Fee
in der kleinen Hütte, die ihm das Leben gerettet hatte. Der König
war sehr verwundert und lud die Fee zu sich auf die Burg ein. Dort schenkte er
ihr als Dank für die gute Tat ein Pferd. Damit konnte sie jeder Zeit zur
Burg hinaufreiten, oder auch in die Stadt Brilon hinein. Die Leute in Brilon
erfuhren von der Gastfreundschaft der Fee und ab dieser Zeit war sie für
die Bürger die Briloner Waldfee. | |
Briloner
Sonnenland von Michelle Ries (9 Jahre) aus Brilon Wenn es schneit,
regnet oder hagelt, kommt der Briloner Waldkobold hervor. Er wohnt in einem tiefen,
dunklen Wald in einer morschen Hütte und kommt nur, wenn es schneit, regnet
oder hagelt. Klar. Und wenn die Sonne scheint, die Vögel zwitschern
und alles fröhlich ist, dann kommt die Briloner Waldfee. Sie wohnt in einem
kleinem Wäldchen direkt am Stadtrand, in einer schönen Hütte, mit
vielen Tieren und Blumen. Der Briloner Waldkobold und die Briloner Waldfee
sind schon seit Jahren verfeindet. Der Waldkobold hat eine riesige Mauer um seine
Hütte gebaut. Eines Tages, als die Waldfee ihren Morgenspaziergang
machte, sah sie den Kobold hinter seiner Mauer einen Trank zusammen mixen. Sie
bekam eine Wut und dachte: " Das ist bestimmt wieder ein Plan, mich, die
Sonne und alles Fröhliche auf der Welt abzuschaffen. Das verhindere ich!"
Sie holte ein kleines Buch aus der Tasche und sprach: "Der Kobold will
uns vernichten. Freude gib mir Kraft. Lass den Kobold hinter seiner Mauer immer
eingesperrt sein. Ein Lichtstrahl erschien und legte eine große, zweite
Schutzmauer um die Hütte. Seitdem wird das Briloner Sauerland, Sonnenland
genannt. Weil dort nur noch die Sonne scheint. | |
Hänsel,
Gretel und die Briloner Waldfee von Viviane Di Filippo (9 Jahre) aus Brilon
An einem schönen Morgen gingen Hänsel und Gretel in den Briloner
Wald. Sie sollten ihrer Mutter einen Gefallen tun und Erdbeeren für einen
Kuchen pflücken. Gretel entdeckte einen riesigen Busch voller Erdebeeren.
Sie rannten ganz schnell dorthin und pflückten viele davon. Als der Korb
von Hänsel voll war, nahm er sich eine Hand voll Erdbeeren und schmiss sie
sich in den Mund. Gretel machte es auch und sie hatten gar nicht bemerkt, dass
der Korb schon leer war. Also mussten sie schnell neue Erdbeeren sammeln.
Bald wurde es dunkel und Gretel bekam Angst. Dann sahen sie etwas Funkelndes.
Es war wunderschön. Sie sahen dir Briloner Waldfee. Doch dann verschwand
sie wieder. Die beiden fragten sich, wo sie ist. Doch sie war nirgends zu finden.
Sie kamen an einem Knusperhaus vorbei. Das sah so lecker aus und sie konnten nicht
widerstehen zu probieren. Es schmeckte köstlich. Auf einmal kam
eine alte, schaurige Hexe. Sie hatten beide ganz große Angst vor ihr, weil
sie die beiden so böse anschaute. Doch dann lächelte sie und gab den
Kindern Torten, Schokolade, Eis, was das Herz begehrt. Sie bot den Kindern an,
bei ihr im Gästezimmer zu schlafen. Am anderen Morgen wachte Hänsel
auf und hörte seltsame Geräusche. Sie kamen von draußen. Hänsel
ging zum Fenster und sah die Briloner Waldfee wieder. Sofort lief er nach draußen.
Keiner war mehr zu sehen, nur ein Korb voller Erdbeeren. Als er wieder
ins haus ging, sagte die Hexe zu ihm : "Guten Morgen. Freust du dich über
die Erdbeeren?" | |
Die
Briloner Waldfee von Ronja Düppe (8 Jahre) aus Olsberg-Antfeld
Es
waren einmal eine böse Königin und eine gute Fee, sie war die Briloner
Waldfee. In
ihrer Stadt hatten viele Bäume und Tiere eine Krankheit. Die gute Fee wusste
nicht mehr weiter. So machte sie sich auf den gefährlichen Weg zum Schloss
der bösen Königin, die eine Zauberkugel besaß. Die Briloner Waldfee
stieg 999 Treppen herauf. Oben in der Kammer lag eine Kugel, mit der man alle
Krankheiten erlösen konnte. Sie nahm sie. In dem Moment eilte die
böse Königin herbei und schrie:" Gib mir die Kugel sofort wieder!"
Vor lauter Schreck fiel die Kugel auf den Boden und zerbrach in 1000 Stücke.
Die böse Königin starb. Auf der Stelle war der Zauber vorbei. Der
Briloner Wald lebte wieder. Nirgendwo auf der Welt gab es so einen gesunden Wald
mit glücklichen Tieren wie in Brilon. Die Waldfee hatte ihn gerettet. Zum
Dank kamen jedes Jahr viele, viele Urlauber. Sie alle konnten sich erholen.
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Die
Waldfee und die sieben Kobolde von Sebastian Hölmer (10 Jahre) aus
Brilon Es
war einmal eine Waldfee die wohnte mit dem König des Waldes in einem Palast,
der im Briloner Wald stand. Die Waldfee bekam ein wunderschönes Töchterchen,
das sie Xenia nannte. Aber
die Waldfee starb und bald darauf nahm sich der König eine neue Gemahlin.
Diese war sehr aber sehr hochmütig. Sie hatte eine Eule, die sie jeden Tag
befragte: "Du liebes kleines kluges Tier, ich möchte von dir wissen
hier, und darauf bin ich ganz gespannt! Wer ist die Schönste im ganzen Land?"
Darauf antwortete die Eule: "Ich habe gesehen in meinem Traum, dass ihr seid
die Schönste in diesem Raum, doch des Königs Töchterlein, die wird
noch viel schöner sein!" Eines
Tages ging Xenia in den Wald. Sie ging zwei Eichhörnchen nach, die sie am
Rande des Waldes gesehen hatte. Sie ging immer tiefer in den Wald, bis sie an
ein kleines Häuschen gelangte. Die junge Königin ging hinein. Da es
schon spät war, beschloss die junge Waldfee im Häuschen zu übernachten.
Als sie das Haus betrat, sah sie sieben kleine Tellerchen, Gläschen und Besteck.
Da sie Hunger und Durst hatte, aß sie von jedem Tellerchen einen Bissen
und trank aus jedem Glas einen Schluck, denn sie wollte nicht einem alles wegessen.
Nun legte sie sich in eines der 7 Bettchen und schlief ein. Bald darauf kamen
die Herren des Häuschens, die 7 Kobolde, nach Hause. Als sie die schlafende
Xenia entdeckten, freuten sie sich sehr und ließen sie weiterschlafen. Xenia
erwachte und als die 7 Kobolde sie noch an diesem Morgen fragten: "Willst
du uns den Haushalt machen?", antwortete Xenia: "Wenn ich weiter bei
Euch wohnen darf, dann will ich Euch den Haushalt führen!" Die Kobolde
waren damit einverstanden. Als
die Königin Xenias Verschwinden bemerkt hatte, war sie (im Gegensatz zum
König) sehr froh. Doch als sie durch ihre Eule erfuhr, dass Xenia noch lebte
und wo sie sich aufhielt, war sie zorniger denn je.
Sie vergiftete einen Kamm und ging als Händlerin verkleidet zum Haus der
sieben Kobolde. Xenia guckte aus dem Fenster. Die Königin fragte: "Willst
Du den Kamm kaufen?" Kaum hatte Xenia den Kamm ins Haar gesteckt, fiel sie
besinnungslos zu Boden. Zum Glück kamen bald die sieben Kobolde nach Hause
und zogen den giftigen Kamm heraus. Nun kam Xenia wieder zu sich. Wieder
erfuhr die Königin, dass die junge Waldfee noch lebte. Nun bebte sie vor
Zorn! Sie vergiftete einen Apfel und ging als Bauersfrau verkleidet zum Haus der
7 Kobolde. Xenia sprach: "Ich darf niemanden einlassen." "So will
ich Dir wenigstens einen Apfel schenken", antwortete die Bäuerin. Weil
Xenia misstrauisch war, schnitt sie den Apfel in zwei Hälften. Sie selbst
biss in die ungiftige Hälfte. Da aß auch das Mädchen von dem Apfel.
Kaum aber hatte sie einen Bissen im Mund fiel sie tot zur Erde. Auch die 7 Kobolde
versuchten vergeblich Xenia zum Leben zu erwecken. Sie
bauten Xenia einen Sarg aus Glas und trugen ihn auf einen Hügel.
Drei Tage später kam das Jägerken aus Soest auf seinem Pferd vorbeigeritten
und sagte: "Schenkt mir den Sarg! Ich kann nicht leben, ohne Xenia zu sehen."
Da hatten sie Mitleid mit dem Jägerken und gaben ihm den Sarg. Beim Forttragen
stolperte einer der Diener und das giftige Apfelstück rutschte aus Xenias
Hals. Da kam sie wieder zu sich. Seitdem
lebte Xenia mit dem Jägerken im Schloss ihres Vaters im Briloner Wald.
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Die
Waldfee von Mareike Hartmann aus Olsberg-Assinghausen
Schwingt
die Waldfee ihren Stab, schweben
leise Träume herab. Und
die Gute lächelt kokett, mit
Mond und Sternen um die Wett´. Friedlich
ist es in der Nacht, bis
Brilon am Morgen neu erwacht. | |
Die
Briloner Waldfee von Sarah Virag (10 Jahre) aus Brilon Einmal
wurde die Briloner Waldfee zu einem Feenball eingeladen. Sie freute sich sehr,
aber es gab ein Problem. Was sollte sie anziehen? Sie ging zum Kleiderschrank
und suchte nach etwas Passendem. Sie dachte: "Wenn ich doch etwas Schönes
fände." Nach langem Suchen hatte sie endlich etwas gefunden. Sie zog
einen grünen Rock, ein gelbes Oberteil, blaue Schuhe und ein orangenes Haarband
an. Als sie angezogen war, ging sie zu ihren Waldfreunden und fragte:
"Wie sehe ich aus?" Jeder antwortete: "Ääääm...ganz
gut!" Ihre Freunde wollten sie nicht verletzen, aber eigentlich
fand es jeder schrecklich. Ihre Freunde überlegten, wie sie ihr helfen konnten,
dass sie sich beim Feenball nicht blamiert. Also schneiderten sie ein
schönes Ballkleid aus Seide. Es war grün und mit rosafarbigen Blütenblättern
verziert. Als ihre Freunde es ihr überreichten, war sie überglücklich.
Sie sprang und hüpfte den ganzen restlichen Tag durch den Wald.
Am nächsten Tag wurde sie von einem Lufttaxi abgeholt. Die anderen Feen begrüßten
sie dort herzlich. Die Briloner Waldfee dachte: "Die sehen ja alle so schön
aus." Aber trotzdem ließ sie von sich ein Foto machen und meldete sich
damit beim Kostümwettbewerb an. Spätabends, als alle schon
fröhlich gefeiert hatten, verkündeten die Preisrichter den Gewinner
feierlich: "Gewonnen hat unseren Kostümwettbewerb die Briloner Waldfee."
Diese konnte es gar nicht fassen. Die anderen Feen gratulierten ihr und einer
der Preisrichter überreichte ihr die Goldmedaille. Sie hatte noch sehr viel
Spaß auf dem Feenball. Als sie wieder zu Hause war, war sie so
müde, dass sie sofort ins Bett ging und einschlief. |
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Baumfee-Schneeweißchen
und Waldfee-Rosenrot von Claudia Weber aus Brilon Eine Witwe
lebte in einem Hüttchen und vor dem Hüttchen war ein Garten mit zwei
Rosenbäumchen, davon trug das eine weiße, das andere rote Rosen. Sie
hatte zwei Kinder, die glichen den beiden Rosenbäumchen. Und das eine hieß
Baumfee-Schneeweißchen, das andere Waldfee-Rosenrot. An einem Winterabend,
als sie schon die Tür verriegelt hatten und alle drei traurig am Herd zusammen
saßen, klopfte es an die Tür. Die Mutter sprach: "Geschwind Waldfee-Rosenrot,
mach auf, es wird ein Wanderer sein, der Obdach sucht." Waldfee-Rosenrot
ging und schob den Riegel weg. Da steckte ein Bär seinen dicken, schwarzen
Kopf zur Tür herein. Waldfee-Rosenrot schrie laut und sprang zurück.
Und Baumfee-Schneeweißchen versteckte sich hinter der Mutter Bett. Der Bär
aber fing zu sprechen an und sagte: "Ich tue euch nichts zu Leid. Ich bin
nur halb erfroren und will mich einwenig bei euch wärmen ." "Du
armer Bär", sprach die Mutter, "Leg dich ans Feuer und gib nur
Acht, dass dir dein Pelz nicht brennt." Da kamen auch Baumfee-Schneweißchen
und Waldfee-Rosenrot hervor und der Bär sprach: "Ihr Kinder, klopft
mir den Schnee ein wenig aus dem Fell." Sie holten dem Besen und kehrten
dem Bär das Fell rein. Er streckte sich ans Feuer und brummte ganz behaglich.
Als Schlafenszeit war, sagte die Mutter zu ihm: "Du kannst in Gottes Namen
da am Herde liegen bleiben, so bist du vor dem bösen Wetter geschützt."
Von nun an kam der Bär jeden Abend. Als aber das Frühjahr da war
und draußen alles grün war, verschwand er wieder. Nach einiger Zeit
schickte die Mutter die Kinder in den Wald, um Reisig zu sammeln. Da lag ein großer
Baum auf dem Boden und an dem Stamm sprang zwischen dem Gras etwas auf und ab.
Als sie näher kamen, sahen sie einen alten Zwerg mit einem schneeweißen
Bart. Das Ende des Bartes war in einer Sparte im Baum eingeklemmt und der Kleine
sprang hin und her wie ein Hühnchen an einem Seil. Er glotzte die Mädchen
mit seinen roten Augen an und schrie: "Was steht ihr da? Könnt ihr nicht
herkommen und mir helfen, ihr dummen Gänse?" Die Kinder gaben
sich alle Mühe, aber sie konnten den Bart nicht heraus ziehen. Schließlich
holte die Baumfee-Schneeweißchen ihr Scherchen aus der Tasche und schnitt
das Ende des Bartes ab. Sobald der Zwerg sich frei fühlte, griff er nach
einem Sack mit Gold, der zwischen den Wurzeln des Baumes steckte und brummte im
Fortgehen: "Ungehobeltes Volk, schneidet mir ein Stück von meinem Bart
ab!" Ein andermal wollten Baumfee-Schneeweißchen und Waldfee-Rosenrot
am Bach Fische angeln. Da sahen sie, dass etwas wie eine große Heuschrecke
dem Wasser zu hüpfte. Sie liefen heran und erkannten den Zwerg. Der schrie:
"Seht ihr denn nicht, wie mich der verwünschte Fisch ins Wasser ziehen
will?" Er hatte dagesessen und geangelt und da hatte der Wind seinen Bart
mit der Angelschnur verflochten, als gleich darauf ein großer, starker Fisch
anbiss. Die Mädchen kamen gerade zu rechten Zeit, hielten den Kleinen
fest und versuchten, den Bart von der Schnur loszumachen, aber vergebens. Es blieb
nichts anderes übrig, als das Scherchen hervorzuholen und noch mal ein Stück
von dem Bart abzuschneiden. Als der Zwerg das sah, schrie er sie an:
"Ist das eine Art, einem so das Gesicht zu schänden?" Dann holte
er einen Sack Perlen aus dem Schilf und verschwand. Bald darauf schickte
die Mutter die Kinder in die Stadt um Nähzeug zu kaufen. Der Weg führte
sie über eine Heide. Sie sahen, wie ein großer Vogel sich auf einem
Felsen niederließ. Auf einmal hatte der Adler den Zwerg in seinen Krallen
und wollte mit ihm wegfliegen. Als der Zwerg losgekommen war, schrie er die Kinder
an, weil sein Röckchen kaputt war. Die Kinder waren überrascht,
wie er die Edelsteine zählte. Sie leuchteten so, dass die Kinder stehen blieben.
Auf einmal kam der Bär und wollte den Zwerg bestrafen. Die Mädchen erinnerten
sich an diesen Bären und seine Bärenhaut fiel ab. Nun stand ein prächtiger
Prinz vor ihnen. Waldfee-Rosenrot heiratete diesen Prinzen.
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Der
verwundete Kobold von Jean-Pascal Kießling (10 Jahre) aus Brilon-Petersborn
Eines Tages, als die Briloner Waldfee Xenia im Wald herum schwebte, sah sie
einen verletzten Kobold auf einem Baumstumpf sitzen. Er hatte sich den Fuß
aufgeschlitzt und jammerte vor sich hin. Xenia fragte den Kobold: "Was
ist denn mit dir passiert?" Darauf antwortete der Kobold: "Ich bin auch
einen scharfen Stein getreten und habe mich geschnitten!" Die Fee
streichelte ihn mit ihrer Hand über den Kopf und entgegnete ihm: "Das
ist ja nicht so schlimm, das krieg ich schon wieder hin." Xenia
legte ihre Hand auf die Wunde, nahm ihren kleinen Haselnussstock, tippte dreimal
auf seine Hand und schwuppdiwupp war die Verletzung auch schon wieder geheilt.
Der Kobold bedankte sich bei der lieben Waldfee und schenkte ihr zum Dank
eine Habichtsfeder. Darauf verschwand der Kobold im Dickicht und die Briloner
Waldfee schwebte ihrem nächsten Abenteuer entgegen. |
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Die
Waldfee schaut in die Luft von Julian Drilling aus Brilon Einmal
stand die Waldfee mitten auf dem Marktplatz und starrte in die Wolken, ihr Kopf
bog sich dabei tief ins Genick. "Was guckst du denn immerzu in die Luft?",
fragte sie der Kobold. "Das ist meine Sache", erwiderte die Waldfee
und blickte weiter nach oben. Rasch rief der Kobold einen der Koboldsherren,
der gönnerhaft fragte: "Waldfee, was gibt es denn Wichtiges zu sehen?"
Die Waldfee rollte geheimnisvoll die Augen und meinte: "Habt Geduld!
Sobald es nicht mehr da ist, sage ich euch bescheit." Unterdessen versammelten
sich immer mehr Kobolde auf dem Markt. Alle glotzten zum Himmel hin. Aber niemand
sah etwas, weder einen Habicht noch eine Taube. Doch die Waldfee starrte
unentwegt zum Himmel, sagte mitunter: "Ach, so was Dummes!" oder "Soll
man´s für möglich halten?", gab aber sonst keine Auskunft,
als wollte sie ihr Geheimnis hüten. Da reichten ihr die Vögel
allerlei Geschenke und die Koboldsherren versprachen der Närrin sogar einen
hohen Titel, wenn sie endlich verraten würde, warum sie so unentwegt zum
Himmel starrte. Also ließ sich die Waldfee die Geschenke in die
Tasche stopfen, bald eine Münze, bald zwei Äpfel, auch nahm sie den
rang eines Koboldsherren an. Dann, nach einer Viertelstunde, neigte sie den Kopf
behutsam nach vorn, lächelte und sprach: "Ich hatte nämlich Nasenbluten
und nun ist´s vorbei." | |
Die
Waldfee hatte einen Traum von Nina Christin Hengsbach (10 Jahre) aus Brilon-Wald
Eines Tages ging die Waldfee durch den schönen Sauerlandwald in Brilon
und summte so vor sich her. Da dachte die Waldfee, wie es wäre, eine Prinzessin
zu sein. Da legte sich die Waldfee und dachte weiter, wie es sein mag,
eine Prinzessin zu sein. Dabei schlief sie ein und träumte. Was sie träumte,
das wusste sie noch nicht. Und dann plötzlich sieht sie eine Krone
in ihrem Traum und denkt, sie wäre in einem wunderschönen, großen
Schloss mit ganz vielen roten Rosen und großen Bäumen umgeben. Die
Türen und die Fenster waren mit goldenen Rahmen verziert. Der Fußboden
war mit schneeweißem Marmor belegt. In der Mitte hing ein, mit
echten Kerzen leuchtender, wunderschöner und riesiger Kronleuchter. Die Vorhänge
waren aus reiner Seide, mit goldener Stickerei. Überall im Schloss roch es
nach Rosenwasser. Plötzlich ging eine große, schwere Tür
auf. Da stand er, der Prinz. Seine goldenen, blonden Haare blendeten die Waldfee.
Seine schöne Krone funkelte in tausend schönen Farben. Die Waldfee traute
ihren Augen nicht. Er kam auf sie zu. Sie begann am ganzen Körper zu zittern.
Sie wurde ganz nervös. "Was er wohl zu mir sagen wird",
dachte sie im Geheimen. Seine Schritte wurden immer lauter und er kam immer näher.
Die Waldfee konnte ihm schon in die Augen schauen und sah seine funkelnd, hellblauen
Augen. Da stand er nun!!! Der wunderbare Prinz. Die Waldfee wollte ihn gerade
einfach in die Arme nehmen, da hörte sie einen Esel... " ia, ia, ia".
Sie wurde wach und merkte, wie sie den Briloner Esel umarmte und einen Kuss gab.
Sie war sehr erschrocken und dachte... " Tja, leider nur ein Traum!!!"
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Die
kleinen Waldfeen von Meike Böddicker (7 Jahre) aus Brilon
Eine putzige Waldfee fliegt im Briloner Wald herum. Die Sonne scheint und ihre
Flügel glitzern. Sie spielt mit anderen Waldfeen Verstecken. Eine
Freundin hockt hinter einem Himbeerstrauch, ihre blonden Haare leuchten. Die kleine
Waldfee sucht und sucht, bis sie die Erste gefunden hat. Sie fragt: "Wo sind
die anderen?" Gemeinsam suchen sie weiter. Nach und nach finden
sie die Waldfeen, die so klein und grün sind, dass sie nur schwer zwischen
den Bäumen zu entdecken waren. Dann riefen alle: "Das hat Spaß
gemacht!" Und wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen die Briloner
Waldfeen noch heute im Briloner Wald. | |
Der
Traum von Maxi Johannssen (8 Jahre) aus Brilon Ich bin 8 Jahre
alt. Für mein Alter ziemlich groß. Habe braune Haare und blaue Augen.
Ich verkleide mich gern, höre Musik, tanze und bin viel draußen. Eigentlich
bei jedem Wetter. Unsere jetzige Waldfee habe ich auch schon in Wirklichkeit
gesehen. Ich finde sie sehr hübsch. Hauptsächlich das tolle Kleid. Ich
habe auch schon davon geträumt. Dort war ich die Waldfee. Ich wohnte
in einem wunderschönen Blumenhaus und Kobolde haben mich beschützt.
Die Tiere im Wald hatten Wünsche und ich konnte sie alle erfüllen. Dachs,
Hase, Fuchs und Reh spielten fröhlich miteinander und ich habe zugeguckt.
Die Sonne schien, es war warm und die Vögel sangen. Danach haben
wir zusammen Kuchen gegessen. Es gab Bienenstich, Himbeertörtchen, Apfelkuchen
und Plätzchen. Zu trinken gab es Apfelsaft und Cola. Cola war schon toll,
weil ich sonst nur selten Cola trinken darf und hier soviel ich wollte.
Plötzlich schellte der Wecker. Ich wollte gar nicht aufstehen. Ich wollte
weiter von meinen Tieren träumen und dass ich die Waldfee bin.Und vor allen
Dingen von dem schönen Kleid. Mama rüttelte mich. "Maxi,
aufstehen, beeil dich. Waschen, anziehen, frühstücken und ab zur Schule!"
Schade, der Traum war wirklich vorbei. | |
Die
Waldfee (ohne Absender) Eines Tages am Osterabend hatte der Osterhase
verschlafen. Er musste sich sehr beeilen, um alle Geschenke auszuliefern, doch
dabei verlor er viele davon. Aber die Waldfee sah es und sammelte alle
Sachen auf. Sie gab dem Osterhasen alles wieder. Als Dank für die
Hilfe bekam sie ein Schutzamulett gegen Gnome. Alle Kinder waren glücklich
und konnten ein schönes Osterfest feiern. | |
Eine
einmalige Begegnung von Nicolas Lange (10 Jahre) aus Brilon Eines
dunklen Abends spazierte ich durch den Wald. Da sah ich einen Hund, der anscheinend
kein Herrchen hatte, weil kein Mensch weit und breit in Sicht war. Ich konnte
auch nicht wissen, ob er ein Zuhause hat, weil er kein Halsband mit einem Namensschildchen
trug. Anscheinend konnte er nicht mehr laufen, weil er sich am linken
Vorderbein verletzt hatte. Ich wollte ihn mit nach Hause nehmen, als
auf einmal eine Fee zu mir kam. Sie hatte ein wunderschönes, grünes
Kleid an und trug einen spitzen Hut mit Bändern. Die Waldfee sprach:
"Ich werde den Hund heilen, so dass er wieder laufen kann." Auf einmal
nahm sie ihren Zauberstab und strich ihn über die Wunde des Hundes. Nach
kurzer Zeit war er wieder geheilt. Die Fee sagte zu mir, dass ich den
Hund behalten darf. Somit erfüllte sie mir, meinen schon lang ersehnten Wunsch
nach einem Hund. Glücklich nahm ich den Hund und ging mit ihm nach
Hause. Ich wollte mich noch einmal umdrehen um mich bei ihr zu bedanken, aber
da war sie schon verschwunden. Daraufhin ging ich noch öfters in
den Wald, aber die Fee begegnete mir leider nie wieder. |
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Die
Waldfee und ihre Freunde von Vanessa Pack (9 Jahre) aus Brilon
Die Waldfee wohnt in einem kleinen Dorf im Wald des Zaubers. Hier hat sie viele
Freunde .Den Kobold Armor, die Feen Sindy, Nira und Tarin, den Elf Darmin und
die Elfin Bari. Zusammen stellen sie viele Streiche an. Im Dorf herrschte
schon seit Jahren große Unruhe. Die Leute erzählten sich, dass es in
der Ruine spukt . Es seien schon viele Männer in die Höhle gegangen
und nicht wieder raus gekommen sind. Alle sagten: "Da traut sich von uns
keiner rein." Doch Sindy, Nira, Tarin, Armor, Darmin und Bari riefen: "Zusammen
mit der Waldfee trauen wir uns schon rein. Die Fee wird uns schon helfen."
Die Bewohner des Waldes staunten. Wir nahmen Kartoffelbrei Wasser und
Sandwiches mit. Und nicht zu vergessen ein paar Decken und Kissen. Also gingen
wir los. Wir liefen hin zur Höhle. Die Waldfee ging voran. Am Eingang der
Höhle trafen wir einen Bären. Wir erschreckten uns. Da brummte der Bär:
"Ihr seid genau rechtzeitig zum Essen da." Darmin schaute hinter
dem Rücken der Waldfee vor und fragte ängstlich: "Du meinst doch
nicht, dass du uns frisst, oder?" Der Bär lachte sich tot : "Nein,
ich tue keiner Fliege was. Ihr seid rechtzeitig zu meiner Party gekommen."
Jetzt mussten wir auch lachen . Wir setzten uns an den Tisch und aßen uns
satt. Die Waldfee erzählte viele Geschichten von ihren Reisen durchs Feenland.
Bald wurden wir müde. Der Bär sagte: "Ihr könnt heute
Nacht hier schlafen. Ich hatte noch nie so lieben Besuch." Alle waren einverstanden.
Am nächsten Morgen rief Nira: "Wir müssen den anderen Bewohnern
des Dorfes klar machen, dass es gar nicht gefährlich ist in der Höhle
und der Bär keiner Fliege was zu Leide tut." Wir sagten dem Bären
noch Danke und liefen dann raus. Im Dorf des Zauber staunten alle und
fragten uns, wie wir das gemacht hätten. Die Waldfee sagte glücklich:
"Das ist eine lange Geschichte mit einer komischen Freundschaft . Wir erzählen
es euch heute Abend." Am Abend erzählten wir ihnen die Geschichte und
alle waren begeistert, dass wir eine Freundschaft mit einem Bären hatten.
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Wie
ich meine neuen Freunde traf von Ines Ricke aus Düdinghausen
Kennst du den Briloner Wald? Ich ja, aber erst seit kurzem. Wie ich ihn kennen
lernte, erzähle ich die jetzt in dieser Geschichte. Es begann so,
dass ich mit meiner Freundin in den Wald ging. Alleine wollte von uns keiner in
den Wald gehen. Manche sagen, es würde dort Waldgeister geben. Da haben sie
gar nicht so Unrecht. Weil jeder, der im Wald umher geht, hört Geräusche
um sich herum. Mal hinter dir, mal vor dir, mal links und rechts von dir und sogar
von oben und unten. Also rundherum. Doch wir trauten uns trotzdem. Nur noch zwei
Schritte, nein einer... Nun waren wir verloren! Dann fing es auch schon an. Doch
hinter mir sah ich etwas! Nur was? Es war eine kleine Gestalt. Plötzlich
hörte ich meine Freundin rufen: "Komm schnell, ich wird noch irre!"
"Warte noch!", rief ich zurück. Doch als ich mich umsah, war die
kleine Gestalt weg. Ich lief zu meiner Freundin, die schon ängstlich auf
mich wartete. Zusammen gingen wir dann nach Hause. Die ganze Nacht konnte ich
kein Auge zumachen. Ich musste immer an die kleine Gestalt denken, aber nach einer
Weile schlief ich dann doch noch ein. Am Morgen lief ich wieder zum
Wald. Nur einen Meter davor blieb ich stehen. Ich musste noch mal überlegen,
ob ich nur wegen der kleinen Gestalt da rein gehen sollte. Meine Antwort: Ja!
Ich ging nun in die Mitte des Waldes, wo ich gestern die Gestalt gesehen hatte.
Plötzlich sprang aus dem Gebüsch ein Wolf. Aus Angst ging ich einen
Schritt zurück. Wie aus heiterem Himmel war da plötzlich eine Platte,
die dem Waldboden ähnelte. Und genauso plötzlich wich sie wieder zurück.
Nun fiel ich in einen Weg hinunter und landete in einer Stube. In einer winzig
kleinen Stube, wo nur winzig kleine Möbel standen. Auf einem Stuhl saß
die Gestalt, die ich suchte. Ich konnte erkennen, dass es ein Gnom war. Genau
wie aus einem Buch. Er war verletzt. Ich holte meinen Verbandskasten, den ich
immer dabei habe, raus und ging vorsichtig auf ihn ein. Seine Furcht verschwand
ein wenig. Ich konnte ihn dann verarzten. Er fragte mich stotternd: "Wie
soll ich dir nur danken?" "Nun, du könntest mir deine Freunde zeigen."
"Okay, komm mit." Er zeigte mir seine ganzen Gnomenfreunde und auch
die mächtigste Fee, die Briloner Waldfee. Sie war wunderschön. Jeden
tag ging ich zu meinen neuen Freunden. Abends kommen die Waldgeister. Heute Abend
feiern sie eine Fete und wir sind eingeladen. Da sind sie schon. Na
dann tschau! | |
Der
Traum von der Waldfee von Mario Kleff (9 Jahre) aus Brilon-Hoppecke
Letzte Nacht hatte ich einen Traum. Ich bin mit meinen Freunden Simon, Fionn,
Philipp, Miro und Dominik in den Wald gegangen. Wir haben uns Wergzeug mit genommen
und haben ein Baumhaus gebaut. Dies ist unser Geheimversteck. Und wir sind oft
dort. Dann kommen plötzlich Waldarbeiter und haben Bäume gefällt.
Sie wollen auch unser Baumhaus abreißen. Wir waren alle sehr traurig.
Dann hatten wir eine Idee. Wir haben einen Brief an die Waldfee geschrieben,
ob sie uns helfen könnte. Die Waldfee kam und hat uns geholfen
das Baumhaus an einer andern Stelle wieder aufzubauen. Das war Klasse. Danke,
Waldfee. | |
Das
Feentreffen von Sophia Stemmer (10 Jahre) aus Brilon Es war ein
schöner, sonniger Tag. Der Himmel war blau und im Briloner Drübel
war noch nichts los. Aber heute sollte doch hier auf dem sogenannten Hexenplatz
ein großes Feentreffen, zu dem alle Feen der Welt eingeladen waren, stattfinden.
Huch, da ist ja schon die Erste. Die Waldfee. Jetzt landen auch noch
fünf weitere. "Das war ein anstrengender Flug. Wie wäre es, wenn
wir Blumen pflücken und daraus Blumenketten machen?", sagte eine der
Feen. "Einverstanden!", antworteten die anderen und fingen gleich mit
dem Blumenpflücken an. Plötzlich knackt ein Ast und es sind
Schritte zu hören. Die Feen erschrecken und verstecken sich schnell hinter
einem Gebüsch. Eine kleine Wandergruppe machte auf dem Hexenplatz Pause.
"Oh nein!", sagte die Waldfee leise, "Das hat uns gerade noch gefehlt!".
"Wir müssen etwas tun!", flüsterte die Windfee. "Das
Gefühl habe ich auch und ich glaube ich habe schon eine Idee, was wir machen
werden.", antwortet die Waldfee. Sie verrät den anderen den Plan
und fängt an zu kichern. Dann sagt sie einen Zauberspruch: "Ene mene
Wald leer fegen, hier und jetzt ein kleiner Regen!" Die Wandergruppe steht
nun im vollem Regen und kehrt auf der Stelle um, zurück in die Stadt.
Die Waldfee zaubert den Regen sofort wieder weg. Später kommen auch
alle anderen Feen und erfahren von den ganzen Geschichte. Dann geht die Oberfee
zur Waldfee und spricht: "Du hast das Feentreffen gerettet und damit eine
wichtige Aufgabe erfüllt. Dieses Kleid und diesen Hut sollst du ab heute
immer tragen, als Zeichen, dass du uns ganz wichtig bist." Sie
gibt der Waldfee ein grünes Blätterkleid und den grünen Feenhut.
Diese Sachen trägt sie auch heute noch und so wurde es doch noch ein schönes
Feentreffen. | |
Wie
der kleine Kobold Ringel seine Blume fand von Mareike Hartmann aus Olsberg-Assinghausen
Der
goldene Mond spiegelte sich in der kleinen Koboldträne, die Ringels Koboldwange
hinabkullerte und auf einen seiner knubbeligen Füße tropfte. Traurig
starrte er hinauf zum Himmel, der ihm heute Nacht so unendlich groß und
so unendlich weit schien. Wenn er jetzt eine Sternschnuppe sehen könnte,
ja, er wüsste, was er sich wünschen würde: Eine nette, kleine Koboldfreundin
würde er sich wünschen. Aber
er sah keine Sternschnuppe, nur den großen Mond, der da wie eine Träne
am unendlich weiten Himmel hing. Eine
schöne Nacht, Ringel, findest du nicht auch?, erklang plötzlich
eine leise Stimme hinter ihm. Vor Schreck purzelte Ringel vornüber von dem
Stein, auf dem er gesessen hatte auf den moosbedeckten Boden des Waldrandes. Als
er aufblickte erkannte er, wer ihn da so überrascht hatte. Oh, Ringel,
das tut mir leid! Du hast dir doch nicht wehgetan?, fragte die Waldfee besorgt. Und
obwohl Ringel eigentlich gar nicht fröhlich war, musste er doch lächeln:
Er freute sich immer, wenn die Briloner Fee ihn besuchte denn da sie immer
viel zu tun hatte, war das recht selten. Waldfee,
wie schön, dass du mich besuchst! Ja,
Ringel, ich freue mich auch dich zu sehen. Aber ich habe auch allen Grund dazu.
Ringel
runzelte die Stirn: Welchen denn? Ich
habe mir Sorgen gemacht, weil du nicht zum Waldfest gekommen bist. Alle vermissen
dich! Ringel
schaute betrübt drein: Das ist wirklich lieb von dir, Waldfee, aber
ich bin heute wirklich nicht in Feierlaune. Mit
einem freundlichen Lächeln legte die Fee dem kleinen Kobold ihre Hand auf
die Schulter: Aber
du musst doch unsere neue Waldmitbewohnerin kennen lernen. Ach, ja?,
fragte Ringel, doch er klang nicht überzeugt. Wieder
lächelte die Waldfee, dieses Mal geheimnisvoll: Es ist ein nettes Koboldmädchen.
Ich habe gedacht ihr würdet euch vielleicht gern kennen lernen schließlich
leben hier nicht so viele Kobolde. Und
mit einem kleinen Funkenregen war die gute Fee wieder verschwunden. Ein
Koboldmädchen?, staunte Ringel. Nachdenklich sah er zum Sternenhimmel.
Da! War das nicht eine Sternschnuppe gewesen? So
schnell ihn seine Koboldfüße trugen rannte Ringel zur Lichtung im Wald,
auf der das Fest gefeiert wurde. Wurzelzwerge,
Blättergnome, Rehe, Eichhörnchen und Vögel, alle waren schon da.
Sie alle freuten sich, als Ringel auftauchte und stellen ihm die neue Waldbewohnerin
vor, die Blume hieß. Und Ringel war sich sicher, dass sie das liebste und
netteste Koboldmädchen der ganzen Welt war. Er tanzte und lachte den ganzen
Abend mit ihr und bemerkte gar nicht, dass die Briloner Waldfee den beiden zufrieden
zusah. | |
Hochzeit
im Feendorf von Maren Krefeld (11 Jahre) aus Brilon-Thülen
Es
war einmal eine Prinzessin, die Waldfee genannt wurde. Ihr Vater war der König
des Feendorfes (dieses lag nah am Tal der Kobolde). Als
sie eines Tages allein im See am Rande des Feenlandes schwamm, raschelte es am
Ufer im Gebüsch. Die Prinzessin erschrak sehr und im gleichen Moment
sprang ein kleiner Kobold aus den Zweigen. Er sprach: "Hallo, was macht denn
so eine hübsche Fee hier am See?" Die Waldfee war geschockt
und ihr fehlten die Worte. Denn sie sah zum ersten Mal einen Kobold. Nach ein
paar Minuten kam aber auch die Prinzessin wieder zu Worten und die Beiden verwickelten
sich in ein Gespräch. Bald wurde es dunkel und die Waldfee sagte:
"Morgen komme ich wieder!" So verabschiedeten sich die Beiden und machten
sich auf den Weg nach Hause. Zuhause erwarteten Beide die Frage: "Wo warst
du denn den ganzen Tag?" Sie antworteten: "Ich war draußen am
See spielen." Die
Prinzessin und der Kobold trafen sich täglich. Sie verstanden sich prima
und verliebten sich ineinander. Eines Tages schickte der König eine Wache
hinter der Prinzessin hinterher: "Gib auf meine Tochter acht und seht was
sie dort jeden Tag am See macht!"
Als die Wache am späten Nachmittag zum König kam, erzählte er von
der Romanze zwischen der Prinzessin und dem kleinen Kobold. Der König
war sehr verärgert und schimpfte laut. Die Prinzessin konnte dieses bis in
den Wald hinein hören. Sie
lief zurück zu ihrem Kobold und sie heiratet noch am gleichen Tag am See!
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Die
Briloner-Waldfee von Sven Krefeld (9 Jahre) aus Brilon-Thülen
Im Feen-Dorf herrscht große Hektik, denn heute ist die Auslosung, wer
in diesen Jahr die Briloner-Waldfee wird. Am Nachmittag ist es so weit,
der König des Dorfes zieht aus einer großen Lostrommel die Namen der
Frauen, die mitmachen wollten. Die Tochter des armen Bauern heißt
Mirjam und ist auch bei der Auslosung. Der König liest laut die
Gewinnerin vor und Mirjam ist neue Briloner-Waldfee. Die Freude ist groß,
denn die Gewinnerin bekommt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 €. Mirjam
gibt dieses Geld ihrem Vater. Daraufhin verwandelt der Zauberer des
Dorfes Mirjam in Menschengröße. Sie sagt noch einmal: ,,Tschüss".
Dann geht sie nach Brilon. | |
Feentausch
von Kyra Michel aus Brilon Es war einmal ein Mädchen, das hieß
Annabelle. Weil sie allein in einer kleinen Holzhütte im Briloner Wald wohnte,
nannte man sie auch die Briloner Waldfee. Als ihre Freundinnen Heideröschen,
die Schwarzwaldfee, sie besuchte, brachte sie als kleines Begrüßungsgeschenk
die Schwarzwälder-Kirschtorte mit. Als sie am Tisch saßen
und Kuchen aßen, sagte Heideröschen zu Annabelle: "Du, lass uns
doch mal tauschen. Ich meine du hast es so schön hier im Wald. Es ist viel
aufregender hier, als im Schwarzwald." "Ja, das ist eine gute Idee.
Das wird sicher toll", antwortete Annabelle und packte ihre Tasche, während
Heideröschen ihre Tasche auspackte. Annabelle nahm den nächsten
Bus und fuhr los. Als Gastgeschenk nahm sie einen kleinen geschnitzten Briloner
Esel mit. Heideröschen rief währenddessen im Schwarzwald an, um ihre
Freundin anzumelden und sagte: "Begrüßt sie bitte sehr freundlich!"
Als Annabelle ankam wurde sie sehr herzlich begrüßt. Sie freute sich
sehr und ging in den Wald zu ihrer neuen Hütte. Ein Jahr verging und beide
fühlten sich wie zu Hause. Während ihres Aufenthaltes in Brilon,
nahm Heideröschen am Schützenfest und an der Briloner Schnade teil.
Sie fand es ganz toll. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Aber dann
bekam sie doch Heimweh, rief ihre Freundin an und sagte: "Lass und wieder
tauschen, okay?" "Ja.", sagte Annabelle. Sie packten ihre Taschen
und stiegen wieder in den Bus nach Hause. Am Abend im Bett sagte Annabelle zu
sich selbst: "Hier im Sauerland ist es immer noch am schönsten!"
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